... und zwar bis Silvester spätestens! Wenn der Korken knallt und der Schampus spritzt, ist's zu spät für sie! Ab 1.1.'23 wird sie hier nimmer lieferbar sein.
1789 ...
»Dann sollen sie eben Kuchen essen!« Diesen
Spruch der Königin hat sie am besten gefunden. Eigentlich ist
Marie-Charlotte froh, dass sich endlich etwas tut in ihrem Leben, auch
wenn es jetzt unangenehm wird.
Marie-Charlotte sitzt in ihrem Boudoir auf einem Diwan, und draußen tobt der Pöbel.
Die
Dienstboten sind bereits über alle Berge, ihr Vater, der Comte de
Clermont, den sie noch nie hatte leiden können, ist in die
Überseekolonien gereist. Möglicherweise hat er den Aufstand bereits
vorausgesehen.
Vorhin, als sie auf der Suche nach etwas Essbarem
durch die Gänge gelaufen ist, ist ihr keine Menschenseele mehr begegnet,
auch nicht in der Küche. Sie hat sich etwas kalten Braten genommen und
eine angebrochene Flasche Wein und ist dann wieder in ihr Boudoir
zurückgekehrt.
Es ist sehr still in dem großen Haus, und inzwischen
wird es auch dunkel. Marie-Charlotte hätte gerne ein Licht angezündet,
aber sie weiß nicht, wie.
Dann hört sie leise Schritte auf dem Gang. Die Tür zu ihrem Boudoir öffnet sich, und ein unbekannter Mann tritt ein.
»Seien Sie mir gegrüßt!«, sagt Marie-Charlotte freundlich.
Der
Mann trägt ziemlich grobe Kleider, was ihn als dem Pöbel zugehörend
kennzeichnet, und er hat eine Pistole in der linken Hand; mit der
Rechten gibt er Marie-Charlotte eine Ohrfeige. Das Brennen auf ihrer
Wange fährt ihr direkt in den Unterleib.
»Noch einmal, bitte!«, sagt sie leise und artig, und der Mann schlägt sie ein zweites Mal.
Nach
der dritten Ohrfeige lässt sie sich nach hinten sinken und macht die
Schenkel etwas auseinander. Der Mann hebt die verschiedenen Schichten
ihrer Röcke und Unterröcke, und Marie-Charlotte fragt sich, ob er jemals
zuvor eine enthaarte weibliche Scham gesehen hat, denn er starrt immer
wieder fasziniert auf die ihre. Dann entblößt er sich und dringt in sie
ein. Anschließend nimmt er die Pistole wieder und drückt sie auffordernd
gegen Marie-Charlottes Lippen, welche sich dem eindringenden Lauf
bereitwillig öffnen. Der Mann spannt den Hahn der Pistole.
»Mach dich
bereit, vor deinen Schöpfer zu treten, du hochwohlgeborenes
Flittchen!«, knurrt er, während er sie mit großem Eifer nimmt.
Marie-Charlotte
ist ganz aufgeregt. Sie kann sich zwar nicht vorstellen, dass er seine
Drohung, sie zu erschießen, tatsächlich wahr machen will, aber die bloße
Möglichkeit fasziniert und erregt sie.
Ein weiter Weg voller
Liebe und Grauen führt Marie-Charlotte durch die Wirren des
revolutionären Frankreich bis in die Karibik …
Aus Herren werden Sklaven …
Marie-Charlotte: Kerker, Ketten und Karibik: Ein erotisches Abenteuer zu den Zeiten der französischen Revolution
Die papierene Ausgabe (217 S.) ist bereits Geschichte - als Ebook:
4,99 € für ein opulentes, saftiges, blutiges Historiendrama. Erhältlich hier.
Soweit das Wort zum Sonntag, erster Teil - doch der zweite folgt sogleich.
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