17.4.13

MARTERPFAHL immer noch lendenlahm ...

Immer noch ist mein Assi außer Gefecht gesetzt und ich auch nicht hundertprozentig in Form, so daß der Verlag momentan außerstande ist, a) normal zu arbeiten und b) so wie hier vor der Hochzeitsnacht vollsportlich die Freuden des Joggings genießen zu können, wie sie Benny Hill hier bereits in den 80ern schön geschildert hat.

Verwischt dynamisch: Benny Hill bevorzugt die Freuden des Joggings gegenüber denen einer Hochzeitsnacht

Immerhin gelang uns beiden (Journalist S. und mir) im dritten Anlauf endlich die Anmeldung zu einem Herbstmarathon. Der Medoc-Marathon sollte es zunächst sein, wo man in Verkleidung läuft, mit Wein statt mit Wasser abgefüllt wird und wo nicht nur die Zeit des ersten gemessen wird, sondern auch der Promillepegel des letzten - hätte mich treffen können ...
Der aber war schon ausgebucht - und die für alle französischen Marathons obligatorischen Gesundheits-Testate - für uns derzeit heikel, wir sind momentan beide recht schlaff - hätten wir schon im März einreichen sollen. - Also woanders hin. Brüssel schied aus - strammes Zeitlimit von 5 Stunden. Amsterdam schien machbar - aber als S. uns beide online anmelden wollte, wurde seine Kreditkarte nicht akzeptiert. Erst ich schaffte es anderntags.
Na, da haben wir jetzt noch gut 6 Monate zum Trainieren ...


16.4.13

Frauen am Drücker oder: Feminismus totalitär

Kaum hast du ihnen den kleinen Finger gegeben, da bedrohen sie dich auch schon mit einer Zündkerze und verbannen dich auf den neuen Archipel GuLag auf der fiesen, lebensfeindlichen Oberfläche von Medora, die »Mädchen aus dem Weltraum« (D/GB 1976).

»Wann wird der Feminismus totalitär?« fragt sich mein Autor Arne Hoffmann. Erst dann, wenn er Lager für widerspenstige Männer errichtet - immerhin gab's schon Forderungen nach Kriminalisierung feminismuskritischer Äußerungen (s. u.) -, oder bereits dann, wenn es keine wählbare Alternative zu den vielen von feministischen Klüngeln, Cliquen und Seilschaften - neumodisch: »Netzwerken« - unterwanderten Parteien mehr gibt? An diesem Punkt sind wir nun fast, denn die beiden letzten Bastionen des Widerstands, die Union und die FDP, sind gerade am Einknicken, die Piraten sowieso (abgesehen davon, daß sie eh reif für die Tonne sind), allenfalls die neue AfD bietet vielleicht Hoffnung. Näheres dazu siehe hier und hier. 

»Ich glaube, diesen Autor von der ZEIT können wir als Leibsklaven annehmen, so gekonnt, wie er die Entrechtung von Männern als Fortschritt preist. Aber diesen Hoffmann müssen wir uns vorknöpfen wegen antifeministischer Belästigung!«

15.4.13

Der westlich-liberale Fortschritt marschiert ...

... zum Beispiel in Afghanistan:
... oder im ach so befreiten Tunesien, wo die mopsfreie 19jährige Amina von rauschebärtigen Mullahs mit dem Tode bedroht wird:
In Deutschland hingegen streiten Feministinnen aller Parteien mal wieder hingebungsvoll über die Zwangs-Frauenquote, ein Karriereprogramm für einige hundert »Goldröcke«, und geben sich intensiv ihren Neurosen hin:
Prost Mahlzeit, liebe Leser! ;-)

14.4.13

... und die Anemonen sind schon da! (wenn auch nicht die Kirschblüten)

Endlich ist der Sommer da - der Frühling fällt einfach aus wie in manchen nördlichen Gegenden, wir geraten ohne Verzug vom Winter in den Sommer. Letzten Sonntag war das Wetter noch mies gewesen und ich vergrippt, so blieb ich dem Solitude-Lauf fern. Heute aber war eine gute Gelegenheit, erstmals den Roller in dieser Saison spazieren zu führen, und so fuhr ich nach Ohmenhausen zum Frühjahrslauf - nein, nicht die 10 km mit starkem Profil - 200 Höhenmeter bergauf und bergab -, sondern die 8-km-Walkingstrecke (als ich aber  bei km 2,8 die letzte Joggerin sah, die - 55 min nach dem Start - bei km 6,8 bergauf kroch wie eine müde Klosettfliege, bereute ich es schon fast: DER hätte ich auch noch Konkurrenz machen können!)
Doch auch so war es schön: Die Spechte trommelten, die Anemonen blühten, nur die Knospen der Bäume waren noch kaum zu sehen, dafür waren die wenigen warmen Tage einfach noch nicht genug ...
... ebenso wenig, um Kirschblüten fürs heutige Nehrener Kirschblütenfest hervorzubringen. Tja - sorry!

»Der Transparenz-Terror tobt«

... so ist dieser Artikel überschrieben. Vor Jahren gab's noch ein Bankgeheimnis in Deutschland, und als es ausgehöhlt wurde, hieß es beschwichtigend, die Zahl der Kontoabfragen werde gering ausfallen. Fiel sie anfangs auch - doch dann wurden es immer mehr. Gegenwärtig wird der Fall des Bankgeheimnisses in immer mehr Staaten bejubelt, und selbst die bürgerliche Presse hat nichts mehr gegen diese staatliche Schnüffelei einzuwenden. - Gegen eine anonyme Quellensteuer hätte ich ja nichts einzuwenden, jedenfalls nicht mehr als gegen andere Abgaben - aber warum muß der Staat in den Bankkonten von Frau Müller und Herrn Meier herumschnüffeln? Der Staat wird immer totalitärer und überwachungssüchtiger, das ist alles.

Die Sklaverei wächst

Bislang war Tschechien - vor allem unter Premier Vaclav Klaus - noch einer der letzten Horte von Freiheit und Demokratie, z. B. in einer großen Bierkneipe im Herzen Prags: »Hier fließt Budweiser Bier in Hektolitern, und im Minutentakt wandern Schweinebraten, Knödel und Kraut über den Tresen. Ganz so, wie es jeder Reiseführer beschreibt. Doch nicht nur der Duft des böhmischen Essens liegt in der Luft. Durch den riesigen, gewölbten Speisesaal ziehen dichte Rauchschwaden, einen Nichtraucherraum sucht man vergeblich. Auch in der nebenan liegenden Schankstube wird fleißig gequalmt. Im Gegensatz zu den meisten anderen Ländern Europas gibt es in Tschechien kein Rauchverbot in der Gastronomie. Zwei Jahre lang stritten die Abgeordneten im tschechischen Parlament über eine Neufassung des Tabakgesetzes. Beschlossen wurde ein zahnloser Kompromiß: Ab 1. Juli dieses Jahres müssen Lokale klar als Raucher- oder Nichtraucherlokale gekennzeichnet werden. Die Entscheidung darüber, ob geraucht werden darf oder nicht, liegt alleine beim Besitzer des Restaurants.« ... und anstatt es einfach dabei zu belassen, bohren manche tschechischen Politiker immer wieder nach und wollen strengere Anti-Rauch-Vorschriften erlassen. Der Tenor der deutschen Berichterstattung: Fast alle Reporter finden das gut - wahrscheinlich liegt's daran, daß sie mehrheitlich den Grünen zuneigen, dieser Partei des Supernanny-Beamtenbürgertums ...

12.4.13

Erleuchtung für Langschläfer, Sicherung durchgebrannt für Sparer und anderes Erschröckliches mehr ...

Geile Nutten und langweilige Rauschgoldengel

Megageil fand meine Grafikerin den Klappentext zu »Ich war kein braves Mädel, Santa Claus«: Da setzte sich der Santa die Büroangestellte auf den Schoß und fragte mit tiefer Stimme nach den Sünden und Verfehlungen des letzten Jahres, dieweil er ihr mit der Hand untern Rock fuhr. Das Buch verkaufte sich dennoch nur 500 Mal in drei Jahren.
Kaum war es aber in »Eine Nacht lang wirst du käuflich sein« umgetauft (mit einem entsprechend nuttigen Titelbild), da verkaufte ich im selben Zeitraum 2500 Stück. (Sorry, Sibil, daß ich das jetzt zu deinem Kummer nochmals erwähne, es ist keine Kritik an deinem Bild, aber zur Erhärtung meiner These brauche ich es.)
Das funktioniert (leider) nicht immer, aber es zeigt die Wichtigkeit eines auf Anhieb geil wirkenden Titels. Es ist so wie bei der Zeitschriftenwerbung: Wenn der Leser nicht im ersten Moment gefesselt ist, blättert er weiter und liest den Rest gar nicht mehr - und wenn dieser Rest noch so gut ist.
Autor Gerwalt sieht das anders. Er ärgere sich heute noch darüber, daß er sich zu dem Titel »Sklavin am Ohio« überreden ließ, genützt habe der nämlich nichts. Irrtum: Mit dem von Gerwalt favorisierten Titel »Nouvelle France« wären es wahrscheinlich noch weniger Verkäufe gewesen.
Gerwalt bevorzugt die gute Vernetzung in diversen Foren, Blogs und »sozialen Netzwerken« wie Facebook. Das überzeugt mich nicht. Aus meiner Sicht klopft sich da nur der ewiggleiche Klüngel von ein paar Dutzend Unentwegten gegenseitig auf die Schulter, mehr nicht.
Etwas mehr bringt schon das Pilgern von einem Gästebuch einer flagellantischen Website zum nächsten, wie die Autoren einiger flagellantischer Bücher meines Verlags es gemacht haben: Das bringt vielleicht einige hundert Verkäufe.
Wer aber höhere Verkaufszahlen von mehreren tausend Stück anpeilt, der kommt mit dieser modernisierten Form der Mund-zu-Mund-Propaganda nicht mehr weiter, der braucht den Zugang zu Werbeplattformen, die einer breiteren Öffentlichkeit offenstehen - und die Werbung muß dann auch so knackig sein, daß der Leser in der ersten Sekunde schon gefesselt wird (sollte für einen SMer eigentlich selbstverständlich sein ;-)).
Genau :-) .

PS: Eine solche Plattform stellen Talkshows dar. Sein neues Buch in einer Talkshow präsentieren zu dürfen, bringe ihm 5000 Verkäufe zusätzlich, schätzte mal ein Autor.

Opas Stalingradwetter

Zu kalt war der arschkalte März, befand der Meteorologe Dominik Jung auf wetter.net (wir berichteten) - der fünfte zu kalte Winter in Folge sei es gar gewesen. Zu warm sei der Winter gewesen, befanden die Klimawandel-Gurus vom Potsdamer »PIK«. Wie das? Nun, die hatten Opas Winterwetter als Referenz herangezogen, nämlich den Zeitraum von 1961 bis 1990. Hätten sie mal Uropas Stalingradwetter genommen, dann wäre der Vergleich noch deutlicher ausgefallen - oder den ostprrreußischen Fluchtwinter 1944/45, da waren doch so viele bei der Flucht übers Eis des frischen Haffs eingebrochen. Also eigentlich auch wieder ein zu milder Winter. Mist. :-(

Mehr über die letzten Windungen einer »Wissenschaft«, die aus einer Erkältung eine Erwärmung machen will, hier.

Verschnarchte Teenager in der Sommerzeit

»Morgengrauen - das ist das Gefühl beim frühen Aufstehen« - so formulierte es mal jemand. Ein herrliches Bonmot! Besonders ausgeprägt empfinden dieses Grauen viele Teenager, denn die meisten von ihnen durchleben in ihrer Pubertät einige Langschläferjahre, in denen ihr Tagesrhythmus verrutscht ist und ihnen das Frühaufstehen besonders schwerfällt. Ließe man die Schule erst um 9 beginnen, würden die Teenie-Schüler ausgeschlafener und besser, so ein häufiger Vorschlag. Ein guter Vorschlag, auch fürs Arbeitsleben! Schließlich beginnt in England, Frankreich usw. das Berufsleben auch erst morgens um 9. Nur die deutschsprachigen Länder sind eine Insel mit Frühaufsteher-Fimmel, besonders in Sachsen-Anhalt (»Wir stehen früher auf« - die anderen Länder ringsum sollten einen sich verschlafen Rekelnden plakatieren mit der Aufschrift: »Endlich ausschlafen - Sie haben's überstanden!«). Schluß damit! Als ersten Schritt zu einer Trendwende könnte man endlich mal die unnütze Sommerzeit abschaffen - denn die innere Uhr richtet sich wohl mehr nach der Sonne als nach der Uhrzeit. Wenn man morgens um 8 antanzen muß, und nach dem Sonnenstand ist es eigentlich erst 7, dann fühlt man sich auch so verschlafen wie um 7. Mit anderen Worten: Die Sommerzeit verschleißt beim Aufstehen unnütz Energie, statt solche zu sparen (wie einst versprochen). Weg mit ihr!

MARTERPFAHL total vergrippt (12.4.)

Die Grippe hat uns leider momentan fest im Griff: Mein Assistent hat sich krankgemeldet, und ich hänge auch mehr matt als fit vor dem Rechner - es kann leider zu Verzögerungen bei den anstehenden Aufgaben kommen. Sorry.

Deutsche leben fast abstinent

Jeder Deutsche trinkt im Jahr statistisch eine Badewanne voll Bier, Wein und Schnaps, verkündet die »Hauptstelle für Suchtfragen« besorgt. Allerdings nur eine kleine Badewanne: 138 Liter - und über die Gewichtung der drei Alkoholika darin wird auch nichts Näheres gesagt. Also gerade mal 0,38 Liter pro Tag - fast nichts. Ein kleines Pilschen mit einem extra Schluck. Mit anderen Worten: Die Deutschen leben beinahe abstinent. Für diese richtige Einordnung sorgt Eckhard Fuhr in der WELT. Dazu paßt: Die Tschechei ist eins der letzten Kneipenraucherparadiese in der EU, genau wie die Tschechen auch gern Unmengen fettes Schweinefleisch mit Knödeln verdrücken und uns Deutsche beim Pro-Kopf-Bierverbrauch längst überholt haben. Doch mit der Qualmerei in den Kneipen solle jetzt Schluß sein, verkünden Radioberichte nicht etwa mit Trauer, sondern triumphierend, als wäre die Vernichtung der Freiheit etwas Positives :-(

Endlich wieder die gute alte Erleuchtung ...

... gibt's bei Manufactum:


Für Industriezwecke (d. h. etwas stoßfester) wird die gute alte traditionelle Glühlampe ja weiterhin gehandelt, nicht nur bei Manufactum, sondern in jedem x-beliebigen Baumarkt. Den Hinweis »Für Haushaltszwecke nicht geeignet« (oder so ähnlich) können Sie getrost ignorieren - außer es kommt gerade einer von Günther Oettingers Glühbirnen-Polizisten um die Ecke ;-)

Jetzt sind peu à peu die Sparer dran - das Unheil rückt näher

In Zypern wurde es vorgemacht: Erstmals erlitten die Sparer einen »Haircut«, erstmals gab es Devisenkontrollen, jetzt ist Spanien dran: Die »Vorzugsgläubiger« der Bankia (deren Vorzug darin besteht, daß sie als erste dran glauben müssen) können 38 bis 61 % ihrer Anlagen in den Schornstein schreiben, meldet die PAZ: Erste Sicherungen durchgebrannt.

1.4.13

Frühlingsdeko :-)

Für den Fall, lieber Leser, daß der Frühling endlich doch noch kommt - wie wäre es mit folgender Frühlingsdekoration im Wald?:
Macht sich doch hübsch so - pink vor zartem Grün. Beeindruckt bestimmt viele Passanten, Wanderer, Spaziergänger und Schulkinder! :-)

31.3.13

»Die Ritterburg der geilen Sexsklavinnen«

Hand aufs Herz: Hätten Sie diesen Beitrag gelesen, verehrter Leser, wenn da z. B. »Die Schwierigkeiten der Titelfindung« gestanden hätte? Aber genau darum geht es. »Weidenrute und Schwert«, »Feder und Farbe«, »Kette und Kreuz« - diese Titel der drei Bände der »Mittelalter-Trilogie« sind wohlbegründet durch ihren Inhalt - aber nicht sehr verkaufsträchtig. Gegen eine »Ritterburg der geilen Sexsklavinnen« hätte wiederum der Verfasser etwas, so sehr er sonst darauf erpicht ist, viel zu verkaufen. Er hatte sogar gegen das sm-ige Titelbild was - bis ich ihm klarmachte, daß er mit dem von ihm erträumten ... äh ... gefühlvollen Titelbild noch weniger verkaufen würde, einfach weil keiner erkennt, daß sich dahinter ein SM-Roman verbirgt. Insbesondere AutorINNEN wollen oft so »gefühlige«, aber wenig verkaufsträchtige Titel wie z. B. »Morgendunkel«. Wir sehen: La lutta continua - der Kampf geht weiter - der Kampf um den optimalen Titel ... Und so müssen wir weiter damit leben, daß Literaturkritiker die Nase rümpfen über einen grell-plakativen Titel, wobei sie übersehen, daß sie den - hätten sie ihn nicht als Rezensionsexemplar gratis zugeschickt bekommen - glatt übersehen hätten, wäre er »literarisch« gefühlvoll gewesen ...

Neuerscheinung: »In Leder gebunden«

Kein Aprilscherz: Morgen erscheint In Leder gebunden - eine Literaturgeschichte der SM-Literatur.

Autor in Quadrat verwandelt

Wie ich gestern bei meinem allhalbjährlichen Besuch auf Facebook feststellte, hat sich mein Autor Arne Hoffmann in ein Quadrat verwandelt:

Grund zur Besorgnis bestehe aber nicht, versichert Hoffmann; das Quadrat stehe nur symbolisch für seine Befürwortung der Zulassung der Homo-Ehe, wie in den USA jedermann wisse. Nur gut, daß dies uns unwissenden Europäern erklärt wird, sonst könnten sie es womöglich für eine neue Folge der Serie »Symbole, die keiner kennt« halten ...

PS: In Arnes »Freundesliste« sind mir inzwischen immerhin rund ein halbes Dutzend Leute aufgefallen, die sich in Quadrate verwandelt haben - scheint irgendwie eine ansteckende Krankheit zu sein ... :-)

Falsche Propheten, böse Aprilscherze

»Leise rieselt der Schnee,
der Osterhas, dem friert der Zeh!«

Da ist es irgendwie passend, daß gestern jemand in der SZ den alten SPIEGEL-Bericht wieder ausgegraben hatte, in dem der Klima-Guru Mojib Latif verkündet - nein: verhießen hatte, in Mitteleuropa werde es in Zukunft nur noch milde Winter geben. Die meisten Leser waren offensichtlich so froh, daß sie ganz übersahen, wann dieser Artikel veröffentlicht wurde: Samstag, 01.04.2000 – 13:43 Uhr. Ein Aprilscherz war's - und was für ein gekonnter! Mit ihm sicherte sich Mojib Latif Lohn und Brot. Mit seinen früheren Auffassungen wäre das nicht gelungen, wie jemand im oben verlinkten Thread sehr richtig feststellte:

»Gerade Herr Latif hat sich noch ganz zu Anfang des ›Klimakatastrophen-Hype‹ noch lustig gemacht über so was. Leider finde ich den Link nicht mehr zu dem Interview. Die Sonne (bzw. deren Aktivität) habe einen ungleich höheren Einfluss auf das Wetter als was das bisschen CO2-Furzen bewirken könnte. Na ja, bis er merkte, dass es mit so einer ›Meinung‹ keine Forschungsgelder gibt und auch ansonsten so eine Feststellung nicht in den Mainstream passt.«

Hier noch ein paar Klima-Argumente für diejenigen, die an diesem miesen Ostersonntag lieber nicht spazierengehen wollen (das müssen viele sein - auf der Straße ist's wie ausgestorben).

30.3.13

Was hat »Adenauer« in Rußland zu suchen?

»Nichtregierungsorganisationen« - was für ein Wort! Es klingt irgendwie so wie: »Wir sind unabhängig von Regierungen - aber lauscht unserer Stimme so, als hätten wir die Autorität von Regierungen!«, dabei heißt es nur so etwa: »Wir sind ein Verein« - ähnlich wie der Fußballverein Hintertupfingen oder die Blasmusikgruppe Kleinkleckersdorf.

Wer nicht in den Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit gelangen will, der bleibt einfach ganz ruhig - so wie die meisten Vereine. Da ergibt sich dann die Notwendigkeit ausländischer Unterstützung gar nicht - ganz im Gegensatz zu den »Nichtregierungsorganisationen«, deren Existenzgrund in Rußland durchaus unklar ist - oder was hat die »Adenauerstiftung« in Rußland zu suchen? (Bei »Memorial« oder »Amnesty International« ist das was anderes.) Oder was würden Sie, verehrter Leser, davon halten, wenn die Kremlpartei »Einiges Rußland« eine politische Stiftung gründete und diese in Berlin tätig wäre? Ich frage das nur, weil die deutsche mediale Öffentlichkeit ganz aufgeregt ist wegen der russischen polizeilichen Durchsuchung von »Nichtregierungsorganisationen«.

Türkische Prozeßbeobachter

Türkische Prozeßbeobachter hätten nicht genug Möglichkeiten, dem Prozeß beizuwohnen, schrieben neulich etliche Medien mit Bezug auf den Prozeß rund um die Terrorgruppe NSU.

Wie viele türkischen Prozeßbeobachter wohl dem Prozeß rund um den Mord von Kirchweyhe folgen werden? (Türkische Lümmel schlugen einen jungen Deutschen tot.) Der türkische Autor Akif Pirincci deutet die Taten auf seine Weise: In einem polemisch-satirischen Essay stellt er sie in einen Zusammenhang mit der Evolutionstheorie: Die Türken beginnen die Deutschen totzuschlagen, um Fortpflanzungschancen zu gewinnen; die Mädchen werden nicht ermordet, nur vergewaltigt - aus demselben Grund.

»Alle 5 Minuten wird ein Christ ermordet«

Über die Christenverfolgung vor allem in muslimischen Ländern berichtet der Zürcher Tagesanzeiger.

Wer sparen will, darf nicht dämmen

Willkommen in diesem verschneiten/verregneten Ostersamstag, liebe Leser!
So ein Mist! dachte ich neulich, als ich die Uhr meines Heizöltanks ablas. Nur noch ein Viertel drin! So geriet mein ursprünglicher Plan ins Wanken: Im Frühjahr abschalten oder stark runterfahren und erst im Frühherbst neu tanken.
Vielleicht würd ich mit gedämmtem Mauerwerk weniger verbrauchen? Mitnichten. Die Kosten der Wärmedämmung überwiegen bei weitem den Nutzen.
PS: Freuen Sie sich auf die SOMMERzeit ab morgen früh - eine Stunde Nachtschlaf weniger und eine Stunde kaltes, düsteres Spätwinterwetter mehr! :-)

26.3.13

»Sex für Fortgeschrittene« auf chinesisch - in komplexen Zeichen!

Pakete aus Taiwan bekommt man nicht alle Tage. Ich bekam neulich eins. Darin lagen die schon lange versprochenen »Sex für Fortgeschrittene«-Exemplare. 2009 schrieb ich, sie würden »demnächst erscheinen« - daß dieses »demnächst« ein dehnbarer Begriff ist, das wurde inzwischen klar. Auch in China geht's eben nicht immer ruckzuck, schon gar nicht beim Sex ... (In Pekings »verbotener Stadt« soll es üblich gewesen sein, daß der Kaiser sich eine Konkubine für die Nacht aussuchte, sich mit ihr ins Schlafgemach zurückzog - aber nach einer genau und nicht allzu reichlich bemessenen Zahl von Minuten klopfte der Kammerdiener an die Tür und rief: »Majestät sollten sich nicht überanstrengen!«)
Hier noch mal der alte Artikel - um die unteren zwei Bilder sichtbar zu machen, muß man auf sie draufklicken, markieren genügt leider nimmer:
Chinesische Zeichen, lang und kurz.
Und hier der taiwanesische Verlag: Ubooks - fast wie ein gewisser deutscher SM-Verlag :-) . So komplex sind diese chinesischen »Langzeichen«, daß sich offenbar die meisten in kleine Kästchen verwandelt haben, statt dem verzweifelten Leser winziges Augenpulver zu präsentieren. Arne Hoffmanns Buch konnte ich dort auch mit der Suchfunktion nicht finden, auch nicht mit der ISBN ...

Eispickel und Höllenhitze - FROHE OSTERN, LIEBE LESER!

»Südtirol, du bist noch nicht verlor'n,
deine Feinde sollen in der Hölle schmor'n!«

... singt die von manchen als rechts bezeichnete Südtiroler Musikgruppe Frei.Wild.

Ja mei - da könnte man ergänzen:

»Wenn so heftig die Gitarren glöh'n,
dann war's ganz bestimmt der Föhn!«

Na, da wär's ja wenigstens warm - doch selbst in Südtirol weicht der Frost nur äußernd zögernd, und in »Meck-Pomm« müssen die Menschen die Ostereier heuer wahrscheinlich mit dem Eispickel suchen. Ich selbst weigerte mich nach den jüngsten Schneefällen gestern und heute morgen, noch einmal Schnee zu schippen. Soll er doch einfach liegenbleiben und allmählich wegtauen. Bin gespannt, was an Karfreitag und Ostersonntag davon noch übrig sein wird.

ALLEN LESERN WÜNSCHE ICH VON HERZEN FROHE UND MIT SONNE UND WÄRME GESEGNETE OSTERN!

23.3.13

»Vom Eise befreit ...« (Teil II)

... sind meine Füße - zumindest nach einer langen, heißen Dusche. Vorher zwei kleine Bierchen (Glühwein wär besser gewesen) und nachher eine lange, heiße Dusche - ohne das mag ich mir den diesjährigen Kiebinger Osterlauf gar nicht vorstellen. Nie zuvor hatte ich diesen Frühlingslauf in der weiten Talaue des Neckars so winterlich erlebt wie dieses Mal. Ein milder Frühlingshauch umwehte ihn sonst, eine Ahnung von knospenden Blüten und sprießendem Grün - diesmal waren's nur die Schneeflocken, nicht das blaue Band des Frühlings; von dem vernimmt momentan noch keiner was.
Für den 10-km-Lauf war ich heuer zu schlapp, ich reihte mich (ohne Skistöcke) in die kleine Schar der »Nordic Walker« ein - nomen est omen: Über eine - mir bis dato unbekannte, also wenigstens was Neues - Route ging's 6,7 km weit durch ein Naturschutzgebiet und an Badeseen vorbei - brrr, ans Baden mag man nicht denken bei Schneetreiben - und wieder »heimwärts«, ins Ziel, das ich nach knapp einer Stunde erreichte.

*****

Was macht eigentlich Mojib Latif, der Klimaguru, der uns 2000 vorhersagte, harte und lange Winter werde es in Deutschland nicht mehr geben? Hier versucht er sich müde zu rechtfertigen. Na ja, bis zur Rente wird's ihm noch reichen - den materiellen Schaden diverser Energiewenden werden dann andere zahlen. (Daß es momentan für die Jahreszeit zu kalt ist, muß auch dieser Artikel zugeben.) Unbezahlbar hingegen der Stuß, den ein Mediziner in unserem örtlichen Wochenblatt zu Zeckenbissen von sich gab. Früher habe es eine verläßliche Winterpause gegeben, jetzt wegen des Klimawandels nicht mehr (früher machte man auch nicht so viel Gedäns wegen ein paar Zeckenbissen). »Zu Ostern war es früher IMMER kalt.« Was für ein Stuß! Es gab kalte und warme Ostern, was natürlich davon abhängig war, wie früh oder spät Ostern war. Aus einem anderen Artikel: »Trotz der aktuellen Wetterlage beginnt der Frühling im Schnitt immer früher.« Haben die einen Knick in der Optik, mißtrauen die ihrer eigenen Wahrnehmung mehr als dem »offiziellen« Gerede? Viele meiner Bekannten (und ich auch) haben den Eindruck, der Winter verschiebt sich immer mehr Richtung Frühling. Oft kommt man fast ohne Frost und Schnee bis in die Weihnachtstage, man denkt: »Jetzt ist's schon halb überstanden« - und dann kommt das dicke Ende doch noch.
Aus einem Artikel des BERLINER TAGESSPIEGELS: »Jede Menge Schnee und bittere Kälte noch Ende März – das hat es in Berlin seit mehr als hundert Jahren nicht gegeben. (...) Schneepflüge auf Straßen und Bürgersteigen, weiße Gärten, Rodelspaß im Grunewald, und so mancher Hund trägt noch sein Mäntelchen: ›So etwas hat es im letzten Märzdrittel in Berlin seit Beginn der offiziellen Schneemessungen um 1895 nicht gegeben‹, sagt Wetterkundler Friedemann Schenk vom Meteorologischen Institut der Freien Universität (FU). ›Das ist ein absoluter Rekord, eine Jahrhundertwetterlage.‹ Nach Schenks Vorhersage wird sich der Winter auch vorerst nicht zurückziehen. Am Wochenende soll zwar die Sonne scheinen und kaum weiterer Schnee fallen, doch nachts kann es bis zu minus 12 Grad Celsius kalt werden. (...)  Biologin Barbara Jäckel vom Amt für Pflanzenschutz in Britz schaute am Donnerstag verwundert in ihre Aufzeichnungen vom vergangenen Jahr. ›Schon am 18. März 2012 standen die Forsythien in Vollblüte, die Buschwindröschen hatten Farbe, es war um die 20 Grad plus‹, sagt sie.« Hier der vollständige Artikel.

NACHTRAG: Eine Fellmütze mit Ohrenklappen trug ich beim Kiebinger Lauf - sonst wär ich jetzt todsicher erkältet. - In der Molière-Komödie »Tartuffe« kommt ein Schmarotzer vor, der alle schamlos belügt, betrügt und ausnützt, doch wenn man die Betrogenen auf den offensichtlichen Betrug aufmerksam machte, dann winkten die nur ab: »Was man sieht, das braucht man noch lange nicht zu glauben.« - So scheint's mir bei manchen politischen Debatten auch zu sein.

22.3.13

»Vom Eise befreit sind Strom und Bäche ...«

Ja, wenigstens das - aber auch kein bißchen mehr. Die Schneeglöckchen in meinem Garten waren Ende Januar kurz vorm Aufblühen, dann wurden sie sozusagen wochenlang schockgefrostet und stehen erst jetzt in voller Blüte. In Mecklenburg-Vorpommern noch nicht mal das: Dort bibbern noch alle bei Dauerfrost und Schnee. Der gegenwärtige März wird möglicherweise der kälteste März seit Beginn der Wetteraufzeichnungen - siehe hier.
Man sollte alle Klima-Erwärmungs-Gurus mit der Nase in den kalten Schnee tunken, bis sie sagen: »Ich widerrufe!« :-)

19.3.13

»Adolf toppt, Sexismus floppt. Über Magazinauflagen« ... und was die Leute WIRKLICH lesen wollen

»Merken Sie sich eins«, riet dem jungen Verlagsgründer Noch-nicht-Lord Weidenfeld 1945 ein erfahrener Kollege: »Bücher über Maria Stuart gehen IMMER, Bücher über Südamerika gehen NIE.« Somit wären die (damaligen) Prioritäten des britischen Publikums schon einmal klar abgesteckt. Und wie steht's mit dem deutschen Publikum?
Erfolgreich wie selten, nämlich 345.000 Mal, verkaufte sich der SPIEGEL-Titel 44/2012 mit dem »Wüstenfuchs« Rommel auf dem Cover: »Ein dicker Klops an brauner Sauce«, so was lesen die Leute immer gern, kommentiert der Journalist Wolfgang Röhl in einem Artikel auf der »Achse des Guten«. Gut laufen erstaunlicherweise auch Titelthemen rund um Diäten und Depressionen.
Gar nicht gut gehen hingegen gehen: a) Obama, b) Klimaschutz und c) was vermeintlich die halbe Republik beschäftigte: die »Aufschrei«-und-Sexismus-Kampagne rund um Rainer Brüderle. Weniger schön für alle Männerbewegten: Der FOCUS-Titel »Wir wollen keine Frauenquote« stieß ebenfalls auf Desinteresse.
Oft kreist der massenmediale Zirkus halt um sich selbst - meilenweit oder himmelweit entfernt von den Themen, um die die Gedanken der Bürger am meisten kreisen.
Den vollständigen Artikel findet man hier.
Auch nicht schlecht: Röhl darüber, was von der Pressefreiheit-Weltrangliste der Organisation »Reporter ohne Grenzen« zu halten ist.

16.3.13

»Alternative für Deutschland«

Wer genug hat von all der Euroretterei mit ihren riskanten, billionenschweren Rettungspaketen und von der Gesundbeterei für die (wahrscheinlich) todgeweihte Esperantowährung Euro, für den gibt es jetzt eine Alternative:
 ... und das, obwohl Mutti Merkel meint, ihre Politik sei alternativlos. Da wird Mutti bestimmt bald ärgerlich werden! ;-)
Mehr dazu hier: Alternative für Deutschland.

bofewo 6-8.3.'26

 äläl                   äläl