16.11.09

Bilder von der Buchmesse

Danke, mein Messegirl :-) - für die Bilder, die Du machtest und die Du mir schicktest!


Dienstag nachmittag. Noch sind wir in Halle 3.1., noch steht uns unser Umzug in 4.1. erst bevor. Kaum zu glauben: Den wackeren Messebauern im Hintergrund wird es bis Mitternacht gelingen, das Chaos in wohlgeordnete, maßgearbeitete Großverlagsstände mit appetitlich angerichteten Büchern zu verwandeln. Noch sieht alles aus wie Kraut und Rüben.


Unser neuer Stand in Halle 4.1. G 563. Fast alles ist fertig - nur die Plastikfolie überm Teppichboden muß noch entfernt werden.


Die wißbegierige Frankfurter Jugend, zu Bildungszwecken aus ihrer Schule auf die Messe abkommandiert, stürmt meine Kabine und rezitiert laut aus »Onanieren für Profis«.


Selbst auf dem Nachhauseweg in der S-Bahn bleibt man vom »Seks« nicht verschont.


Im Frühtau zur Messe wir zieh'n, fallera!
Jeden Morgen das gleiche: Viertel nach acht ziehen wir über die Mainbrücke (hier: Blick nach Osten) Richtung Konstablerwache zur S-Bahn - auch Samstag und Sonntag (unser Bild), wenn die Stadt noch schläft.


Sonntag - der letzte Tag in unserem 4-Quadratmeter-»Redlight-
district« hat begonnen, und die Messe-FAZ mitsamt dem Schluß von Oliver Maria Schmitts Fortsetzungs-
roman »Frankfurter
Verknotung« ist
interessant wie immer. Dank dem Rotstich des Fotos sieht wirklich alles sehr rötlich aus (welchen Filter muß man doch gleich aufsetzen, um bei Kunstlichtaufnahmen Rotstich zu vermeiden?)


Am Montagmorgen ist alles vorbei: Auf dem Weg zu unserem Stand, um das restliche Messegut in zwei Koffer zu packen - und dann ab nach Hause!

Nur eins haben wir jetzt leider nicht gesehen: mein Messegirl im Schotten-Miniröckchen! :-(

7.11.09

Rezension »Die Muschel«

Aus den SCHLAGZEILEN 106:

Heißer Sommer und träge Sehnsucht prägen das Geschehen im Buch ›Die Muschel‹ von Alma N. Noth.
Da ist Inge, die Protagonistin - sie steht auf Latex und enge Mieder und hofft auf die große Liebe, doch desillusioniert holt sie sich ihre Lust, wo sie sie bekommen kann. Zwei Männer sind an ihr interessiert: Frank, der Polizist, und Otto, der Ladenbesitzer. Außerdem ist da noch diese Muschel, die sie in der Tasche trägt. Ob die wohl magische Kräfte hat?
Als dann das erlösende Gewitter kommt, klären sich die Luft und die Gefühle ...
Die Sexszenen sind voll schweißtriefender Lust, wenn auch nicht unbedingt SMig. Die Atmosphäre des Buches ist flimmernd wie heiße Luft, es sollte im Sommer gelesen werden, wenn man selbst vor Hitze fast umkommt und im Kopf ganz wirr ist von zu viel Alkohol.
Mir hat das Buch gefallen, es ist nicht vordergründig oder platt, vieles entdeckt man zwischen den Zeilen oder ist symbolisch angedeutet.

Rezension »Souleaters Zu-Neigung«

Aus den SCHLAGZEILEN 106:

Ich mag Menschen, die über sich selbst lachen können und über das, was wir SMer so treiben. ›Souleaters Zu-Neigung & andere SM-Unartigkeiten‹ ist ein Schatzkästchen mit zauberhaftem Inhalt. Den größten Teil des Buches nehmen kleine Episoden ein, die uns der Autor in Dialogform präsentiert. Da diskutieren Dom und Domsub und Subsub über Liebe und Hiebe und ergehen sich in wunderbaren Absurditäten. Beispiel: Dom: ›Auf die Knie! Nicht auf meine! Auf deine!‹ Weitere Teile des Buches sind der SM-Poetry gewidmet und fiktiven Dialogen aus Avalon und Eden.
Zum Abschluß serviert uns der Autor Kurzgeschichten, verzichtet da auf Komik und überrascht mit Sarkasmus und schwarzem Humor.
Und für die, die schon an Weihnachten denken: Das Buch eignet sich prima als Geschenk.

Rezension »Die Verwandlung«

Aus den SCHLAGZEILEN 106:

Acht Geschichten, die um eins kreisen: die Demütigung des Mannes. Die Wahl der Waffen ist klar: Windeln!
Endlich mal wieder ein Buch für die Liebhaber von Altersrollenspielen. Ich selbst kann zwar mit Windeln nichts anfangen, aber gerade darum finde ich es toll, daß ›Die Verwandlung‹ das Thema aus der Schmuddelecke holt. Die Geschichten sind leicht lesbar geschrieben, lassen Raum zum Weiterträumen und regen durch Themenvielfalt die Phantasie an.
In der Geschichte ›Für den Rest deines Lebens‹ lernt ein gelähmter Mann mit Hilfe seiner Therapeutin, seine Hilflosigkeit und das Windeltragen zu erotisieren, in ›Überstunden für den Chef‹ machen zwei Frauen dem Chef klar, daß er keine Autoritätsperson ist, sondern nur ein kleiner Windelkacker.

Rezension »S & M Dreams Inc.«

Aus den SZ 106:

Und gleich noch einer vom Autor Tomás de Torres: ›S & M Dreams Inc.‹ ist ebenfalls ein fieses Buch, auch wenn es nicht viel gemein hat mit dem ›Narrenturm‹.

Die junge Anwältin Victoria braucht mal Urlaub und bekommt den Tip, bei ›S & M Dreams Inc.‹ zu buchen. Dort kann sie sich nicht nur erholen, sondern gleichzeitig sexuelle Phantasien ausleben. Nach kurzem Zögern nimmt Victoria Kontakt auf, und tatsächlich ist alles so wie erhofft. Sie schildert detailliert ihre Wünsche und erhält die Garantie, daß alles genau so geschieht, wie sie es will, und nicht anders. An einem Morgen wird sie von einem Lieferwagen abgeholt, mit verbundenen Augen zu einem Verlies gefahren, um dort die nächsten 14 Tage zu verbringen.
Die gleiche Idee hat Julie, auch sie bucht diesen Urlaub, um ihre geheimsten Träume erfüllt zu bekommen. Doch anders als bei Victoria läuft es ganz und gar nicht so, wie Julie es will: Sie erfährt, daß bestimmte Frauen, von denen die Firma ›S & M Dreams‹ weiß, daß sie nicht vermißt werden, als Sklavinnen behalten oder sogar verkauft werden.
Ein extrem hartes und unmenschliches Konditionierungstraining beginnt.
Das Buch ist heiß! Unbedingt empfehlenswert für den, der SM (auch mal) ohne Romantik und Einvernehmlichkeit mag. Ich hab es wahnsinnig gern gelesen ...

Rezension »Narrenturm«

Ebenfalls aus den SZ 106:

Na, das nenn ich mal einen fiesen, hinterhältigen Roman, den uns Tomás de Torres mit »Narrenturm« serviert. Miguel Hermano ist ein recht erfolgreicher Autor von SM-Romanen und glücklich mit seiner Sklavin Maria verheiratet. An einem Tag wie jedem anderen verschwindet seine Liebste plötzlich aus seinem Haus. Erst sucht Hermano nach logischen Erklärungen, bis er den Brief eines Entführers findet ... Will Hermano Maria lebend wiedersehen, muß er einen Roman schreiben nach den Vorgaben des Erpressers. Thema des Buches soll ein Narrenturm sein, ein Irrenhaus aus der Vorzeit mit Zwangsjacken und Folter. Hermano fügt sich den Vorgaben und schreibt um das Leben seiner Frau. Parallel muß er Cristina, die Sklavin seiner Frau, bei Laune halten, indem er ihre starke masochistische Ader befriedigt.
Hermano ist ein Antiheld, zögerlich und unsicher, sogar als er kurz vor der Lösung steht, ist er nicht in der Lage durchzugreifen. Der Autor führt uns das Scheitern eines Doms süffisant vor Augen.
Und zum Schluß wird sein schlimmster Albtraum Realität.

Rezension »Gefesselt von Piraten«

Hach - welch ein Tag, so wunderschön wie heute! Von den aktuellen SCHLAGZEILEN (Heft 106) werden wir überschüttet mit Lob, lauter gute Rezensionen - so z. B. für den Zweiteiler »Gefesselt von Piraten«:

Keinerlei Seeräuber-Romantik- oder andere Klischees bedient die Autorin Emily Drummond in ihrem Zweiteiler »Gefesselt von Piraten«.
Die junge und naive Myra lebt bei ihrem Vater in der »neuen Welt« auf den Bahamas und ist mit dem ehrbaren Peter liiert, doch ihr Verlobter hat ein dunkles Familiengeheimnis: Sein Vater ist der berüchtigte Pirat Angus Jones. Jones ist ein Mann ohne Moral und Grenzen, der nur an sich selbst denkt. Als er durch Zufall Myra kennenlernt, zögert er nicht, bei der ersten sich bietenden Gelegenheit die junge Frau in eine dunkle Ecke zu zerren und zu vergewaltigen. Schließlich entführt er sie auf sein Schiff und brandmarkt sie zu seiner Sklavin. Doch die sexuelle Gewalt und die Unterwerfung gefallen Myra, und sie gewinnt so die Anerkennung von Jones und wird ein vollwertiges Mitglied seiner Crew.
Doch auch jetzt wird es nicht romantisch oder liebevoll, sondern reale Gewalt bestimmt Myras Leben: Sie wird gezwungen, anderen Männern und Frauen zu Diensten zu sein, wird Zeugin von Folter und Mord.
Besonders der sadistische Gibbens, ein Gefolgsmann des Piraten Blackbeard, benutzt Myra, um seine Lust zu stillen. Doch als sie Zeugin wird, wie er eine Frau zu seiner Befriedigung quält und durch Verbrennungen tödlich verletzt, wird ihr klar, daß Piraten niemals zahm werden und daß auch sie ihre Achtung verlieren und Opfer werden kann.
Da die Handlung weit in der Vergangenheit liegt, ist der Leser von ethischer Wertung befreit und kann durchaus Spaß an der Gewalt haben, das Buch is aber nichts für Warmduscher-SMer. Für die unter uns, die es gern härter haben, kann ich den Zweiteiler empfehlen.


Und dabei hat die Autorin mir doch schon gesagt, sie habe die reale Gewalt unter Karibik-Piraten um 1800 schon etwas gedämpft, damit die Story nicht zu roh und zu brutal wird ... ;-)

26.10.09

Endspurt auf der Frankfurter Buchmesse (Teil 3 und Schluß)

Donnerstag, 15.10., bis Montag, 19.10.2009

20 vor 7 klingelt der Wecker, Dusche, Frühstück, Outfit raussuchen ...

... und wie es weiterging, können Sie ab 1. Juni 2011 in dem Band »2 x Frankfurt und ein bißchen weiser« (Autor: Rüdiger Happ) nachlesen.

24.10.09

Wie es weiterging auf der Buchmesse (Teil 2 von 3)

Hallo Freunde,

und weiter geht's:

+++++

Mittwoch, der 14. Oktober 2009

Um 6.40 Uhr rasselte mein mechanischer Wecker ...

... und wie es weiterging, können Sie ab 1. Juni 2011 in dem Band »2 x Frankfurt und ein bißchen weiser« (Autor: Rüdiger Happ) nachlesen.

22.10.09

Wie ich zu einem Gratis-Auftritt bei der Frankfurter Buchmesse 2009 kam (Teil 1)

Hallo Freunde,

zurück von der Buchmesse, wird es Zeit zur Rückschau:

+++

Sonntag, 11. Oktober 2009

Endlich ging es los - am späten Sonntagvormittag, dem 11. Oktober.

... und wie es weiterging, können Sie ab 1. Juni 2011 in dem Band »2 x Frankfurt und ein bißchen weiser« (Autor: Rüdiger Happ) nachlesen.

29.9.09

Klarmachen zum Ändern? Oder fertigmachen zum Untergang?

Eine Randnotiz bei der letzten Bundestagswahl war das Abschneiden der Piratenpartei: Zwei Prozent. Bei den männlichen Erstwählern sogar 13 Prozent. Tja - mit dem von der PP gewünschten »Ändern« wird es erst mal nix. Sind diese zwei Prozent jetzt ein Aufbruchssignal (auch die Grünen bekamen 1980 nur 1,5 %) oder schon der Anfang vom Ende? Ist die Piratenpartei eine Eintagsfliege, oder sind die »Piraten«, was die alt und etabliert gewordenen Grünen um 1980 waren? Als Verleger sehe ich die Positionen der Piratenpartei zum Urheberrecht natürlich mit Skepsis, auch wenn ich den freiheitlichen Anti-Zensur-Geist natürlich andererseits begrüße, denn gerade als Erotikverleger ist man auf liberale Geister in der Politik natürlich ganz besonders angewiesen ...

Nun ja - man wird sehen. Warten wir's ab ...

28.9.09

Die SCHLAGZEILEN würdigen
»Vom Macho zum Mädchen«
und »dirty writing«

Heft 105, S. 71:

Ich fand es schade, als ich das Buch beendet hatte, ich hätte gern noch weitergelesen, denn der Autorin Molly Morgen gelingt es, einem alten Thema neue Facetten abzugewinnen.
»Vom Macho zum Mädchen« beschreibt die Liebesgeschichte von Klaus und Heike. Klaus steht schon seit Längerem auf Frauenkleidung und Feminisierung, aber da er verheiratet ist und seine Frau kein Verständnis für seine Leidenschaft hat, knüpft er im Internet Kontakte und lernt so Heike kennen ...
Das erste Treffen findet in einem Hotel statt und beide sind sofort voneinander angetan. Die erste Session übertrifft alle Erwartungen, die die beiden hatten. Nicht nur das Schminken und Ankleiden von Klaus gefällt ihnen auf Anhieb, auch das Dominante an Heike törnt Klaus an. In Frauenkleidern muss er Heikes Befehle befolgen, sie sexuell verwöhnen und sich benutzen lassen.
Danach, allein in ihrem Zimmer, überfällt Heike eine tiefe Traurigkeit: Klaus ist doch wie alle Fetischisten – Hauptsache, eine Frau erfüllt seine Wünsche, die Person an sich ist doch austauschbar. Oder?
Neben der Gefühlsebene, die wunderbar ausgeleuchtet wird, beinhaltet das Buch phantasievolle Feminisierungs- und Disziplinierungsszenen.


Auch »dirty writing« des alten Routiniers Arne Hoffmann bekommt Erfreuliches zu hören:

»dirty writing« ist ein Ratgeber von Arne Hoffmann an die Hobbyautoren unter uns.
Das Angebot an erotischen Geschichten ist mittlerweile so groß (im Internet gibt es zigtausende), dass allein das Label Sex nicht ausreicht, um eine Story lesenswert zu machen – Qualität und schriftstellerisches Know-How sind kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit. Natürlich, Talent kann man nicht lernen, aber die handwerklichen Voraussetzungen schon. Und genau diese gibt uns Hoffmann an die Hand, und er macht das gut: Nicht belehrend, sondern als Partner führt er uns Schritt für Schritt durch das Genre Kurzgeschichte.
120 Seiten des Buches umfasst der reine Ratgeber, darunter ein Interview mit seinem Verleger über die Chancen von Autoren am Erotikmarkt, der Rest Kurzgeschichten vom Autor selbst als Beispiel, teilweise mit erklärenden und hilfreichen Fußnoten versehen.
Nach dem Lesen dieses Buches gibt es keine Ausrede, die eigenen Geschichten in der Schublade zu lassen.
(... es sei denn, sie sind allzu schlecht ;-)

Na, das ist doch mal wieder nett! :-)

Der Knoten ist durchschlagen ...

... uff! Endlich ist der lähmende Stillstand der Großen Koalition vorbei! Das dachte ich mir, als ich bei der überparteilichen Wahlparty im Tübinger Lokal »Zatopek« die ersten Prognosen über den Bildschirm flimmern sah. Zu hören war nichts, denn die Partyveranstalter, unterstützt vom freien Radio »Wüste Welle«, hatten den Originalton des ZDF abgestellt und lieferten fast lippensynchron ihre eigenen Scherz- und Nonsenskommentare zu den stummen Bildern auf dem Bildschirm.

Nach einer Stunde ließ der Reiz des Herumkasperns nach, die Sehnsucht nach echter Information wuchs ebenso wie die nach frischer Luft, und D. und ich zogen durch die Stadt, bis wir schließlich nach längerer Suche (viele Lokale hatten keinen Fernseher, auf etlichen Fernsehern lief Fußball statt Wahl) im an diesem Abend halbleeren Mexikaner am Neckartor landeten.

Tja, schau'n wir mal, was uns die nächsten vier Jahre bringen.

Die nächsten zwei Wochen bringen mir jedenfalls eine intensive Vorbereitung auf die Buchmesse - hoffentlich schaff ich wenigstens die Hälfte dessen, was ich mir vorgenommen habe, sonst macht die ganze Messe wenig Sinn -, und ein bißchen den Garten in Form bringen muß ich auch, sonst passiert noch, was letztes Jahr schon passierte, ich aber hier nicht berichtet habe. Da erhielt ich auf einmal eine Email: »Ich bin Entrümpler und wohne in Nehren. Seit Jahren versuche ich schon, meine Eltern hierher zu locken. Neulich waren sie auf Besuch, gingen an Ihrem Haus vorbei und erklärten mir, sie könnten sich gut vorstellen, in diesem unbewohnt wirkenden Haus zu wohnen. Wären Sie zu Verkauf und Vermietung bereit?« Hilfe - hätte ich eine Schrotflinte gehabt, ich hätte sie gleich durchgeladen ...

Nach der Buchmesse geht's munter weiter: Steuerprüfung (der stark schwankende Gewinn irritiert die Finanzämtler wohl), Austausch des Leasing-Dacias gegen den neuen (gekauften) mit Kombiheck und und und ... Nicht zuletzt kommen dann schon langsam die Frühjahrs-Neuerscheinungen in Sicht ...

Schade eigentlich: Bilderbuch-Herbstwetter, aber das Freibad in Tübingen hat schon zu, und meine Harley ist ärgerlicherweise immer noch in Reparatur. So eine Verschwendung!

Trotzdem schöne Herbsttage wünscht allen Lesern

Rüdiger Happ

20.9.09

15 in einem Jahr!

15 Neuerscheinungen in einem Jahr - so viel hat es noch nie gegeben, und so viel müssen auch erst einmal verdaut werden. Was nützt es, neue Titel herauszugeben, wenn die alten nicht anständig beworben und vermarktet werden können? Den nächsten Schwung von Neuerscheinungen wird es erst im Frühjahr geben - auch wenn es im einen oder anderen Falle eigentlich früher vorhergesehen war ... Mit einem soliden Titelbestand gehe ich in die Buchmesse - mal sehen, in welcher Verfassung ich wieder herauskomme ... ;-)

Neuerscheinung »Zu-Neigung ...«

Am 30.9.2009 erscheint im Marterpfahl Verlag:

Lord Oberon
Souleaters Zu-Neigung
& andere SM-Unartigkeiten
Paperback
DIN-A 5
280 Seiten
20,- Euro
ISBN 978-3-936708-61-5

Der Klappentext:

+++

Engel in Ketten

Um ihn zu befrei'n,
wird ein Engel in Ketten geschmiedet!

Auf allen Vieren kauerst du.
Die eisernen Glieder geben dir Halt.
Seide und Spitze darunter in Fetzen;
von meinen Händen schon lange zerrissen.
Nacktes rot von festen Griffen.
Gelocktes klebrig und feucht in der Stirn.
Das Kinn von Spucke ganz nass.
Der volle Mund nicht zum Reden benutzt.
Klammern dort, wo es empfindlich ist.
Blitze unter deiner Haut.
Süßwilder Wahn im tränenverschleierten Blick.
Ich nehme mir, was du mir schenkst ...
... und nehme dich ... ganz wie es mir gefällt;
die Ketten als Zügel benutzend ...
... als Geschirr, das dich lenkt ...
... mit dem ich dich drehe und wende ...
... dich halte und an mich reiße.
Kein Entkommen!
Jetzt bist du offen für alles!

Ja, um dich zu befrei'n,
wirst du durch Ketten zum Engel geschmiedet!

+++

Rezensionsexemplare werden gegen Ende des Monats verschickt.

Für SWL von
Rüdiger Happ
www.marterpfahlverlag.com oder (neu, in Arbeit) http://verlag.mtw-office.de/

Buchmesse Frankfurt 2009
Halle 3.1, Stand D 180

Neuerscheinung »Gefesselt von Piraten«,
Teil I und II

Am 30.9.2009 erscheint im Marterpfahl Verlag:

Emily Drummond
Gefesselt von Piraten
Teil 1:
Lust und Leid der Myra Hawks
Paperback
Format 22 x 17 cm
186 Seiten
18,50 Euro
ISBN 978-3-936708-62-2;
Teil 2:
Herrschaft und Hingabe der Myra Hawks
Paperback
Format 22 x 17 cm
184 Seiten
18,50 Euro
ISBN 978-3-936708-65-3

Der Klappentext (beider Teile):

+++

Myra Hawks flieht zu ihrem Vater in die Neue Welt und begegnet dort ihrer großen Liebe. Durch Verrat gerät sie in die Hände des eiskalten Piratenkapitäns Angus Jones. Entführt, geschändet und gequält, wird sie von ihm immer mehr an die Grenzen ihres Körpers und ihrer Seele gebracht. Statt zu verzweifeln, findet sie durch die harte Behandlung immer mehr zu sich selbst und ihren - ihr bis dahin unbekannten - Neigungen. Doch sie ist nicht nur Opfer, sondern häufig auch Zeugin und Teilnehmerin einer gewalttätigen Welt; dabei lernt sie, dass das Leben auf einem Piratenschiff alles andere als romantisch, sondern viel eher hart und entbehrungsreich ist.
Als sie ihr neues Leben akzeptiert hat, wird sie schließlich sogar vollwertiges Mitglied der Mannschaft und erringt die Freundschaft anderer berühmter Piratenkapitäne.

+++

Rezensionsexemplare werden gegen Ende des Monats verschickt.

Für SWL von
Rüdiger Happ
www.marterpfahlverlag.com oder (neu, in Arbeit) http://verlag.mtw-office.de/

Buchmesse Frankfurt 2009
Halle 3.1, Stand D 180

Neuerscheinung »Die Muschel«

Am 30.9.2009 erscheint im Marterpfahl Verlag:

Alma N. Noth
Die Muschel
Roman
Paperback
DIN-A 5
274 Seiten
19,50 Euro
ISBN 978-3-936708-60-8

Der Klappentext:

+++

Mit einem komischen Gefühl in der Magengegend setzte sie sich auf die Terrasse in die Nische zwischen rankendem Rosenstock und Regentonne, vor sich das wohlstrukturierte Dickicht an Blumen und Obstbäumen, Sträuchern und Hecken, das ihre Eltern in jahrzehntelanger Pflege angelegt hatten. Wenn ihre Mutter wüsste, was sie auf deren Liegestuhl zu treiben vorhatte, wäre sie freilich außer sich, aber die weilte weit weg und wenn sich im Nebengebäude niemand aus dem Fenster lehnte, war sie eigentlich nicht zu sehen.
Inge lehnte sich zurück, schloss die Augen, lauschte auf das Gebrumm der Bienen in den Rosen und das Locken eines Vogels. Das Kleid war schnell abgestreift und lag in sich verknäult neben dem Stuhl. Sie zog die Füße an, stellte sie dicht an die Pobacken und spreizte die Beine. Ihr war so wohl wie als Kleinkind im Planschbecken; es war Sommer, sonnig und heiß, sie war nackt oder so gut wie, und im schweißtriefenden Gummi badete sie wie in pinkelwarmem Wasser. Und solange niemand zusah, konnte sie tun und lassen und an sich herumspielen, wie sie wollte.
Ihr Unterleib zog sich rhythmisch zusammen und sie spürte, wie der Kanal sich flutete. Der Finger drückte gegen die harte Perle und kreiste darum. Das Gummi gab den Druck weiter und verteilte ihn großzügig, aber sie hielt es nicht länger aus, zog an dem Klettstreifen und beobachtete, wie die eingepferchte Spalte heraus quoll und sich aufstülpte.

Nicht nur Inges Mutter wäre über den Gummianzug wenig erbaut; auch ihr Freund Frank, der Polizist, hätte wohl wenig Verständnis dafür. Anders vielleicht Otto, der Ladenbesitzer ...
Eine Kleinstadt, eine Frau, die zwischen zwei Männern ihren Weg im Leben sucht, eine geheimnisvolle Muschel und ein schwül-heißer Sommer, der die Leidenschaften zum Kochen bringt ...

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Rezensionsexemplare werden gegen Ende des Monats verschickt.

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Rüdiger Happ
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Buchmesse Frankfurt 2009
Halle 3.1, Stand D 180

Neuerscheinung »S & M Dreams Inc.«

Am 30.9.2009 erscheint im Marterpfahl Verlag:

Tomás de Torres
S & M Dreams Inc.
SM-Thriller
Paperback
DIN-A 5
184 Seiten
17,- Euro
ISBN 978-3-936708-63-9

Der Klappentext:

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Einmal aus dem tristen Alltagseinerlei gerissen werden. Es sich einmal so richtig geben (lassen), »volle Kanne«. Durch eine täuschend echte »Entführung«. So richtig brutal. Gezwungen werden, als »Sklavin« zu dienen. Mal so richtig 'rangenommen werden. Eine Zeitlang. Im Urlaub. Wie schön, dass die Firma »S & M Dreams Inc.« solche Träume wahr werden lässt!

»Zwei Wochen nackt, in Ketten, auf Stroh und regelmäßig gezüchtigt und durchgef***t« hatte Victoria Roberts sich in ihrem »Urlaubsantrag« gewünscht. Doch als sich ihr der schwarze Transporter auf der vereinbarten einsamen Straße näherte, hielt und die bulligen Männer mit den verspiegelten Sonnenbrillen ausstiegen, kamen ihr plötzlich Zweifel. Was ist, wenn die sich nicht an die Vereinbarung halten und mich nach 14 Tagen nicht wieder freilassen?

»Zwei Wochen in Fesseln und Zwangsjacken« hatte Julie Hurt bei »S & M Dreams Inc.« gebucht. Nicht im Kaufpreis inbegriffen war, dass aus Spiel plötzlich bitterer Ernst wurde ...

Walt Hunter machte sich Sorgen. Zwei Monate war seine Freundin Angela jetzt schon verschwunden. Einfach aus dem Urlaub nicht wieder zurückgekehrt. Für die Polizei war sie einfach eine Vermisste unter vielen - keiner besonderen Mühe wert. Walt musste sich schon selbst um die Sache kümmern. Seine Recherchen führten ihn auf die Spur einer dubiosen Firma, die bestens mit den Mächtigen dieser Erde vernetzt schien ...

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Rezensionsexemplare werden gegen Ende des Monats verschickt.

Für SWL von
Rüdiger Happ
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Buchmesse Frankfurt 2009
Halle 3.1, Stand D 180

Neuerscheinung »Der Narrenturm«

Am 30.9.2009 erscheint im Marterpfahl Verlag:

Tomás de Torres
Der Narrenturm
SM-Thriller
Paperback
DIN-A 5
166 Seiten
16,- Euro
ISBN 978-3-936708-64-6

Der Klappentext:

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»Der Ablieferungstermin ist in einer Woche!« Miguel Hermano traten die Schweißperlen auf die Stirn. Dabei sollte er diesmal keinen kompletten SM-Roman abliefern, sondern nur das allererste Kapitel. Allerdings war der Auftraggeber kein Verlag, sondern der Entführer seiner Frau María. Wenn er sie lebend wiedersehen wolle, müsse er - Woche für Woche ein Kapitel - einen Roman mit dem Titel »Der Narrenturm« schreiben, einen SM-Roman über die schaurig-schönen, mit allerlei Zwangsjacken, Fesseln und Gittern ausgestatteten Irrenhäuser vergangener Jahrhunderte.

Hermano macht sich umgehend an die Arbeit - an die literarische und an die fieberhafte Recherche nach dem Entführer. Bald schon stellt sich heraus, dass der Entführer selbst einen alten Narrenturm besitzt - und es stellen sich neue Fragen: Welche Rolle spielt María wirklich? Ist alles nur inszeniert und vorgetäuscht? Zu welchem Zweck? Mehr und mehr verwischen sich die Grenzen zwischen Roman und Realität, und für Miguel Hermano beginnt ein Tanz auf dem Vulkan ...

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Rezensionsexemplare werden gegen Ende des Monats verschickt.

Für SM-ID von
Rüdiger Happ
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Buchmesse Frankfurt 2009
Halle 3.1, Stand D 180

Neuerscheinung »Die Verwandlung ...«

Am 30.9.2009 erscheint im Marterpfahl Verlag:

Alexander der Kleine, Gary Pooper u. a.
Die Verwandlung
Überstunden für den Chef
und weitere Stories
Geschichten für das Kind im Manne
Paperback
DIN-A 5
174 Seiten
16,50 Euro
ISBN 978-3-936708-42-4

Der Klappentext:

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Die Verwandlung - nicht von Kafka (oder doch?)

Als Georg Sammer eines Morgens aus bewegten Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem kleinen Jungen verwandelt. Leicht und fast gewichtslos lag sein mächtig geschrumpfter Körper unter der riesigen Decke, den ein nun übergroßer Schlafanzug umgab, den er sich gestern abend noch frisch angezogen hatte. Erschrocken bemerkte er zudem, daß das Nachtgewand sowie das Bettlaken um die Hüften herum naß waren.

Überstunden für den Chef

»So, und jetzt stell dich da hinter deinen Schreibtisch und tu so, als ob du was furchtbar Wichtiges zu verkünden hättest!« kommandierte seine Frau Susanne. Astrid, seine Sekretärin, kicherte. Mit rotem Kopf stellte er sich hin wie befohlen und ließ es geschehen, daß Astrid seine Anzughose so weit herunterzog, daß die Plastikhose mit Babymotiven darunter in voller Pracht sichtbar wurde. Was hätte er auch machen sollen? Mit diesen schmutzigen kleinen Betriebsgeheimnissen hatten sie ihn in der Hand ... Susanne drückte ihm ein paar Blätter in die Hand: »Los, vorlesen! Und während du das tust, läßt du's einfach laufen, klar?«
»Ich habe heute diese Betriebsversammlung einberufen«, verkündete er mit gewichtiger Stimme, »weil ich beschlossen habe, den Betrieb in Zukunft wesentlich frauenfreundlicher zu gestalten ...« Die sonore Stimme des Chefs wurde zeitweise übertönt von quackernden, furzenden und blubbernden Geräuschen. »Genug jetzt!« entschied Astrid, sich die Lachtränen aus den Augen wischend, und stopfte ihm den Mund mit dem bisher an einem Kettchen herabbaumelnden Schnuller in Erwachsenengröße. Dann gab sie ihrem Chef einen Schubs nach hinten, so daß er mit der nunmehr wohlgefüllten Windelhose schwer in seinen ledernen Chefsessel plumpste.

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Rezensionsexemplare werden gegen Ende des Monats verschickt.

Für SM-ID von
Rüdiger Happ
www.marterpfahlverlag.com oder (neu, in Arbeit) http://verlag.mtw-office.de/

Buchmesse Frankfurt 2009
Halle 3.1, Stand D 180

bofewo 6-8.3.'26

 äläl                   äläl