Die Fahndung nach Kinderpornos scheint intensiver zu werden.
Unlängst wunderten sich meine Zürcher Grafikerin Sibil Joho und ich darüber, daß die dringend in meiner deutschen Druckerei benötigten Coverdateien für geplante neue Titel, als CD per Post geschickt, ewig lang brauchten, um anzukommen.
Endlich waren sie da, nach vielleicht einer Woche, und der Chef der Druckerei erklärte mir am Telefon: »Wir mußten zum Zollamt, um die CDs zu holen, und die Umschläge waren alle geöffnet. Man erklärte uns, man habe überprüfen wollen, ob Kinderpornos auf den CDs drauf seien.«
Natürlich waren keine drauf, noch werden je welche drauf sein. Ich habe allerdings keine Lust, meine CDs in Zukunft noch den schnüffelnden Augen - pardon, Stilblüte ... also ... äh: den übermäßig neugierigen Augen irgendwelcher Zolleute und Grenzer zu präsentieren. Also muß irgendeine andere Art des Transfers dicker Datenpakete (zu dick für Emails) her ...
Es erhebt sich auch die Frage: War das nun nur 'ne Routinekontrolle, oder sind die schon ganz speziell auf den Marterpfahl Verlag und seine Druckerei aufmerksam geworden?
Wenig später ein Anruf von einem altgedienten Erotik-Grossisten: »Eine meiner Kundinnen hat mir erzählt, ›Unterm Pantoffel‹ alias ›Die Weiberherrschaft‹ stünde auf'm Index, zwei von drei Bänden!«
Leider bin ich in solchen Situationen oft zu perplex, um gleich das Richtige zu sagen; immerhin ist mir das meiste von der folgenden geeignten Entgegnung eingefallen:
»Die alte Ullstein-Taschenbuchausgabe der neunziger Jahre ist indiziert. Meine Ausgabe nicht. Deshalb hab ich ja den Titel geändert und - in alle drei Ausgaben - ein Vorwort von Arne Hoffmann eingebaut, in dem er sich kritisch mit der Indizierungspraxis auseinandersetzt - von diversen Korrekturen des Textes abgesehen. Damit unterscheidet sich meine Ausgabe deutlich von der indizierten Ullstein-Ausgabe und müßte erst mal ein neues Indizierungsverfahren durchlaufen - von dem man mich benachrichtigen müßte. Mir ist aber nichts derartiges zu Ohren gekommen. Außerdem bedeutet Indizierung ja nur, daß das Werk nicht an Jugendliche verkauft werden und in für Jugendliche zugänglichen Räumen zur Schau gestellt werden darf. Und wenn Ihre Kundin einen Sexshop betreibt [das tat sie], dann ist eh alles im grünen Bereich, selbst wenn mein Werk indiziert wäre, denn Jugendliche haben dort ja keinen Zutritt.« - »Ah so«, erwiderte mein Gesprächspartner etwas verdattert.
Eigentlich hätte ich ihn fragen müssen - und seine Kundin -, wie lange sie eigentlich schon in der Erotikbranche arbeiten, daß sie das nicht wissen ... Nun ja, Pisa ;-)
PS: Die CDs hatte Sibil nicht nur an die Druckerei, sondern auch in Kopie an mich geschickt. Die Exemplare für mich kamen genauso spät an, allerdings direkt im Postfach; ich mußte mich nicht auf den Zoll bemühen. Ob sie geöffnet und kontrolliert wurden, kann man nicht so recht erkennen ... Aber nebenbei: Für wie doof halten die »Ämtler« eigentlich eine Druckerei, Kinderpornographisches auf Papier zu drucken und zu vertreiben? So was soll doch nur in geheimen Zirkeln im Internet kursieren ...
... gibt es hier jetzt, überwacht von unserem »Senior Publisher« Rudi Marterpfahl, geliefert von unseren Spitzenagenten Raymond Schaendler, Séamus Bomb und anderen, die wissen, worauf's ankommt ... Auch Zeitgeschehen und Politik wird's weiterhin geben, wenn's nicht zu sehr nervt ...
10.8.09
16.7.09
2400 Euro für nichts und wieder nichts - Freitagabendblues ...
Schön, daß diese alte Jeans mir jetzt wieder paßt, dachte ich letzten Freitag, als ich mit meinem Assistenten in Tübingen unterwegs war. Die habe ich ja schon ewig lange nicht mehr getragen. So ewig lange, daß ich schon gar nicht mehr daran gedacht hatte, daß die rechte Arschtasche ein Loch hatte - und weg war der Autoschlüssel, alles Suchen half nichts ... (Gut eine Woche zuvor war's eine Sporttasche samt Inhalt, die mein Motorrad abgeschüttelt hatte - futsch!)
Unterwegs waren wir zum Telekom-Laden. Ein Schreiben hatte uns darauf aufmerksam gemacht, daß unser Internet-Tarif zum 15.10. ersatzlos auslaufe, ein Umschalten sei auch nicht so einfach möglich - also hin zum Telekom-Laden, um das zu regeln. Schließlich ist der Verlag auf das reibungslose Funktionieren des Internets angewiesen. Dort die große Überraschung: Nein, das DSL, das auf der Telefonnummer 7803 laufe, sei nicht betroffen, lediglich der 50 Euro monatlich kostende ganz normale Internetanschluß auf der Nummer 271341, der werde eingestellt. Wir wunderten uns, daß der überhaupt existierte. Na, dann kann der eben entfallen ...
Weiter zu Tchibo, ein Billig-Handy kaufen. Auf der Frankfurter Buchmesse wird's doch wohl nicht ohne gehen ...
Anschließend zum üblichen Freitag-after-work-Treffen mit D. in der Parkgaststätte. D. nimmt uns beide mit zum in einer Vorstadtstraße geparkten Wagen meines Assistenten und fährt mich nach Hause, damit ich den Ersatzschlüssel für meinen Wagen holen kann. Der Hausschlüssel ist zwar auch in meinem Wagen, aber in mein Haus 'reinzukommen, ist nicht sooo schwierig, wenn man die kleinen Tricks kennt ...
Zurück nach Tübingen und mit dem Ersatzschlüssel in meinen Wagen.
Zu Hause dämmerte mir, was passiert war: 1999 legte ich mir die Telefonnummer 271341 für mein Geschäft zu, 7803 blieb privat für Oma und Tante (und auch für mich). So um 2004 vermietete ich ein Zimmer an einen Studenten, der dann auf eigene Kosten ISDN legen ließ. Das übernahm ich dann nach dessen Auszug, hatte also drei Telefonnummern, von denen ich eine (921377) später stillegte. »7803« im Obergeschoß reichte ja auch, mit W-Lan konnte man von dort aus auch den PC im Erdgeschoß erreichen, wo das Telefon-Faxgerät mit der Nummer 271341 stand. Als der PC im Erdgeschoß schlappmachte, berührte mich das nicht sonderlich.
Die Nummer 271341 ließ ich natürlich bestehen, daran hing ja auch mein Fax - aber irgendwie geriet völlig aus dem Blick, daß auf dieser Nummer auch noch ein 50 Euro im Monat kostender alter analoger Internetanschluß geschaltet war - wäre der Tarif nicht ausgelaufen, wäre das noch jahrelang so weitergelaufen ... So schon war es ärgerlich genug: 50 Euro im Monat, das waren in den vier Jahren seit 2005 2400 Euro. Davon hätte ich Urlaub auf den Seychellen machen können, zumal das Traumziel im Zuge der Rezession deutlich billiger geworden sein soll ...
Die Techniker können es nicht riechen, das ist wahr - aber die Telekom-Berater: War das Absicht oder Schlunzigkeit, daß die uns nicht darauf aufmerksam machten? Ein FAZ-Bericht von diesem Wochenende, wonach Telekom-Mitarbeiter, die die Abmeldung eines Kunden zu Vodafone zu genehmigen hatten, dreimal wahrheitswidrig »wir haben niemanden in der Wohnung angetroffen« protokolliert hatten, stimmt skeptisch.
Na, egal. Da kann man wahrscheinlich nix mehr machen. Die Hose(ntasche) laß ich reparieren, der neue Autoschlüssel kommt immerhin schon nach acht Tagen und nicht (wie einst bei meinem Daihatsu) nach unglaublichen vier Monaten - und ansonsten: »Let's drink!« *zischBierflascheöffnemelancholischguck*
Unterwegs waren wir zum Telekom-Laden. Ein Schreiben hatte uns darauf aufmerksam gemacht, daß unser Internet-Tarif zum 15.10. ersatzlos auslaufe, ein Umschalten sei auch nicht so einfach möglich - also hin zum Telekom-Laden, um das zu regeln. Schließlich ist der Verlag auf das reibungslose Funktionieren des Internets angewiesen. Dort die große Überraschung: Nein, das DSL, das auf der Telefonnummer 7803 laufe, sei nicht betroffen, lediglich der 50 Euro monatlich kostende ganz normale Internetanschluß auf der Nummer 271341, der werde eingestellt. Wir wunderten uns, daß der überhaupt existierte. Na, dann kann der eben entfallen ...
Weiter zu Tchibo, ein Billig-Handy kaufen. Auf der Frankfurter Buchmesse wird's doch wohl nicht ohne gehen ...
Anschließend zum üblichen Freitag-after-work-Treffen mit D. in der Parkgaststätte. D. nimmt uns beide mit zum in einer Vorstadtstraße geparkten Wagen meines Assistenten und fährt mich nach Hause, damit ich den Ersatzschlüssel für meinen Wagen holen kann. Der Hausschlüssel ist zwar auch in meinem Wagen, aber in mein Haus 'reinzukommen, ist nicht sooo schwierig, wenn man die kleinen Tricks kennt ...
Zurück nach Tübingen und mit dem Ersatzschlüssel in meinen Wagen.
Zu Hause dämmerte mir, was passiert war: 1999 legte ich mir die Telefonnummer 271341 für mein Geschäft zu, 7803 blieb privat für Oma und Tante (und auch für mich). So um 2004 vermietete ich ein Zimmer an einen Studenten, der dann auf eigene Kosten ISDN legen ließ. Das übernahm ich dann nach dessen Auszug, hatte also drei Telefonnummern, von denen ich eine (921377) später stillegte. »7803« im Obergeschoß reichte ja auch, mit W-Lan konnte man von dort aus auch den PC im Erdgeschoß erreichen, wo das Telefon-Faxgerät mit der Nummer 271341 stand. Als der PC im Erdgeschoß schlappmachte, berührte mich das nicht sonderlich.
Die Nummer 271341 ließ ich natürlich bestehen, daran hing ja auch mein Fax - aber irgendwie geriet völlig aus dem Blick, daß auf dieser Nummer auch noch ein 50 Euro im Monat kostender alter analoger Internetanschluß geschaltet war - wäre der Tarif nicht ausgelaufen, wäre das noch jahrelang so weitergelaufen ... So schon war es ärgerlich genug: 50 Euro im Monat, das waren in den vier Jahren seit 2005 2400 Euro. Davon hätte ich Urlaub auf den Seychellen machen können, zumal das Traumziel im Zuge der Rezession deutlich billiger geworden sein soll ...
Die Techniker können es nicht riechen, das ist wahr - aber die Telekom-Berater: War das Absicht oder Schlunzigkeit, daß die uns nicht darauf aufmerksam machten? Ein FAZ-Bericht von diesem Wochenende, wonach Telekom-Mitarbeiter, die die Abmeldung eines Kunden zu Vodafone zu genehmigen hatten, dreimal wahrheitswidrig »wir haben niemanden in der Wohnung angetroffen« protokolliert hatten, stimmt skeptisch.
Na, egal. Da kann man wahrscheinlich nix mehr machen. Die Hose(ntasche) laß ich reparieren, der neue Autoschlüssel kommt immerhin schon nach acht Tagen und nicht (wie einst bei meinem Daihatsu) nach unglaublichen vier Monaten - und ansonsten: »Let's drink!« *zischBierflascheöffnemelancholischguck*
6.7.09
Frrrraaankkfuuurrrtt! - Die Zielgerade - Teil 1
So langsam geht's in die Zielgerade bei der Frankfurter Buchmesse, auch wenn's bis dahin noch über drei Monate sind. Schon hab ich die Unterlagen bekommen (einschließlich der Rest-Rechnung, ja ja ... ;-)- und eines Hallenplans). Der Stand des Marterpfahl Verlags ist in Halle 3.1, D 180 - Rücken an Rücken mit dem Sch...haus und am langen Gang direkt hinter den Eingangstoren. Normalerweise ist ein so kleiner Stand offen zum Nachbarstand, doch da die größer sind und Anspruch auf feste Wände zu mir haben, habe ich anscheinend drei (statt zwei) feste Wände. Prima - da kann ich mir die Miete einer Vitrine (zur Abgrenzung und zum Bücherbunkern) sparen!
Klöpfer & Meyer ist direkt neben mir, und übern Gang finden sich Branchenriesen wie Klett-Cotta, Herder und auch Reisebuchverlage (na, dann kann ich ja mal was derartiges herausgeben:-) Einige Linksverlage sind in meiner Nähe, die deutsche Bischofskonferenz und die Junge Freiheit genau an den entgegengesetzen Enden der Halle *grübel*
Na, mal sehen, was alles noch daraus wird ...
Nachtrag 8. Juli: Gestern wie üblich auf dem Stammtisch »Unser Huhn« gewesen und erfahren, daß mein unmittelbarer Nachbaraussteller in Frankfurt, der Tübinger Klöpfer & Meyer Verlag, einst ein Buch des Stammtischs - »Goethe von hinten als Kunstblume und Mensch« - verlegt hat.
Nachtrag 13. Juli: Schon erstaunlich, wie in der »Religionsecke« von Halle 3 Islamische Gruppen neben »Buddha's Light« und protestantischen Fundis nebeneinander auskommen ;-)
Klöpfer & Meyer ist direkt neben mir, und übern Gang finden sich Branchenriesen wie Klett-Cotta, Herder und auch Reisebuchverlage (na, dann kann ich ja mal was derartiges herausgeben:-) Einige Linksverlage sind in meiner Nähe, die deutsche Bischofskonferenz und die Junge Freiheit genau an den entgegengesetzen Enden der Halle *grübel*
Na, mal sehen, was alles noch daraus wird ...
Nachtrag 8. Juli: Gestern wie üblich auf dem Stammtisch »Unser Huhn« gewesen und erfahren, daß mein unmittelbarer Nachbaraussteller in Frankfurt, der Tübinger Klöpfer & Meyer Verlag, einst ein Buch des Stammtischs - »Goethe von hinten als Kunstblume und Mensch« - verlegt hat.
Nachtrag 13. Juli: Schon erstaunlich, wie in der »Religionsecke« von Halle 3 Islamische Gruppen neben »Buddha's Light« und protestantischen Fundis nebeneinander auskommen ;-)
28.6.09
Totale Verbürgerlichung!
Schon vor Jahren hat es eine meiner Autorinnen gewünscht: Ich solle das Piercing unter meiner Unterlippe entfernen, es passe überhaupt nicht zu meinen ansonsten bürgerlichen Werten. Und wie sie dachten einige.
Andere wiederum (darunter eine Profidomina aus Stuttgart) vertraten die Ansicht, das Piercing sei so eine Art Kontrapunkt zu meinen ansonsten bürgerlichen Ansichten; ich solle es beibehalten, sonst würde ich total verspießern ...
Etwas unentschlossen ließ ich alles, wie es war. Bis heute. Auf der Rückfahrt von Stuttgart aß ich in Tübingen ein Chili con carne, und auf einmal gab es einen metallischen Laut, wenig später biß ich auf eine Schraube, die ins Chili gefallen war - der Kopf des Piercings fand sich später auf dem Fußboden ... herausgefallen ...
So war's mit den meisten meiner bisherigen Piercings, und ich ließ es so - und auch im jetzigen Fall laß ich es so. Banal könnte man es interpretieren als »alles geht irgendwann kaputt«, ich sehe es als einen Hinweis - und lasse es so, wie es jetzt ist. Vielleicht kann ich ja über die häßliche kleine Wunde ein Schönheitspflästerchen tun wie die Damen des Rokoko ...
PS: Inzwischen findet's auch die erwähnte Profidomina lobend »total solide«!
Andere wiederum (darunter eine Profidomina aus Stuttgart) vertraten die Ansicht, das Piercing sei so eine Art Kontrapunkt zu meinen ansonsten bürgerlichen Ansichten; ich solle es beibehalten, sonst würde ich total verspießern ...
Etwas unentschlossen ließ ich alles, wie es war. Bis heute. Auf der Rückfahrt von Stuttgart aß ich in Tübingen ein Chili con carne, und auf einmal gab es einen metallischen Laut, wenig später biß ich auf eine Schraube, die ins Chili gefallen war - der Kopf des Piercings fand sich später auf dem Fußboden ... herausgefallen ...
So war's mit den meisten meiner bisherigen Piercings, und ich ließ es so - und auch im jetzigen Fall laß ich es so. Banal könnte man es interpretieren als »alles geht irgendwann kaputt«, ich sehe es als einen Hinweis - und lasse es so, wie es jetzt ist. Vielleicht kann ich ja über die häßliche kleine Wunde ein Schönheitspflästerchen tun wie die Damen des Rokoko ...
PS: Inzwischen findet's auch die erwähnte Profidomina lobend »total solide«!
27.6.09
»Macho-Mädchen« und »Dirty Writing« erschienen
Gleich zwei Titel sind am letzten Mittwoch erschienen:
1.) »Vom Macho zum Mädchen«: Die Geschichte einer ganz besonderen Liebesgeschichte. Klaus ist eigentlich ein ganz normaler, fast machohafter Mann - aber so richtig in Fahrt gerät er erst, wenn er in Straps und Fummel als »Alexandra« zurechtgemacht ist. Ob Heike auch einsieht, daß er genau der Richtige für sie ist?
2.) »Dirty Writing«. »Schreib mir was Dreckiges« verkündet die Lady auf dem Titelbild - aber man muß halt auch wissen, wie es richtig geht, das Verfassen erotischer Stories. Dieser Ratgeber von Arne Hoffmann zeigt Ihnen, wie.
Rezis und Reklame gibt's in den nächsten Wochen ...
1.) »Vom Macho zum Mädchen«: Die Geschichte einer ganz besonderen Liebesgeschichte. Klaus ist eigentlich ein ganz normaler, fast machohafter Mann - aber so richtig in Fahrt gerät er erst, wenn er in Straps und Fummel als »Alexandra« zurechtgemacht ist. Ob Heike auch einsieht, daß er genau der Richtige für sie ist?
2.) »Dirty Writing«. »Schreib mir was Dreckiges« verkündet die Lady auf dem Titelbild - aber man muß halt auch wissen, wie es richtig geht, das Verfassen erotischer Stories. Dieser Ratgeber von Arne Hoffmann zeigt Ihnen, wie.
Rezis und Reklame gibt's in den nächsten Wochen ...
2:41
Was soll man anderes erwarten, wenn man fast gar nicht trainiert hat? Kühl war's diesmal, nur zwei Drittel der letztjährigen Läuferzahl war auf der Strecke, und ab etwa km 8, also stadtauswärts, gab's eine interessantere Strecke kreuz und quer durch Bad Cannstatt - beim Stuttgarter Halbmarathon nämlich. In aller Ruhe stand ich ihn walkenderweise in 2:41 durch - und es gibt bei km 19 tatsächlich drei Kneipen, wo man »auftanken« kann, das muß ich mir merken für nächstes Mal. Saublöd allerdings, daß alle Anstrengungen vergebens waren, das Neckarstadion als »gemischtes« Stadion, d. h. mit Laufbahn zu erhalten. Nix ist es mehr mit dem schönen Einlauf ins Stadion :-( Jetzt heißt es »Mercedes-Benz-Arena« und wird zu einem reinen Fußballstadion umgebaut - und die Stadt, d. h. der Steuerzahler, hat nun das Vergnügen, für die die anderen Sportarten ein neues Stadion zu finanzieren ...
17.6.09
Nie wieder Leasing!
Gestern unterschrieb ich den Kaufvertrag für mein nächstes Auto, einen Dacia Logan Kombi, weiß, Grundausstattung, aber Radio und Laderaumwanne, für 9100 Euro plus Überführung. Im Oktober wird er wohl kommen, d. h. wohl nicht mehr rechtzeitig zur Buchmesse ... (Weiß sei in den USA seit Jahren Trendfarbe, 56 % der Neuzulassungen seien dort weiß, während die Farbe bei uns lange Jahre verpönt und nur mit Preisabschlag wiederverkäuflich war, das weicht erst ganz allmählich).

Während ich mit dem Autoverkäufer im Büro saß, wurde der zweieinhalb Jahre alte dunkelblaue Leasing-Stufenheck-Dacia überaus kritisch gemustert - mit dem Effekt, daß ich eigentlich 1700 Euro hätte nachzahlen müssen: Wegen Überkilometern (300 Euro), aber vor allem wegen Nachlackierens (1400 Euro). Meine Garagenauffahrt ist nun mal von Heckenrosen und Brombeeren gesäumt, freche Nachbarsbuben mit kratzigen Schlüsseln gibt's auch, beim Einladen von IKEA-Regalen hatte ich mir mal eine hintere Seitenscheibe zerdeppert, und der harte gewerbliche Betrieb mit schweren Paketen (und manchmal auch mit Gartenabfällen, die zum Häckselplatz gefahren werden wollten) ging auch nicht ohne Spuren an dem Wagen vorbei. Wäre es mein eigener, würde kein Hahn danach krähen - aber es ist nun mal ein Leasingwagen.
170 Euro Leasingrate im Monat - voll steuerlich absetzbar (wenn man den »Privatanteil« mal außen vor läßt). Na toll. Das reduziert dann die tatsächliche Belastung auf vielleicht 120, 130 Euro - aber wenn ich den Neuen 100 Monate lang fahre, habe ich einen Wertverlust von vielleicht 90 Euro pro Monat. Und im Gegenzug für die tolle Steuervergünstigung habe ich jetzt das Vergnügen, 10 Leasing-Monatsraten an Nachzahlung zu leisten, weil ich mit dem Wagen nicht wie mit einem rohen Ei umgegangen bin. Und dabei hatte ich sogar noch ein Radio einbauen lassen - Mehrwert für den künftigen Besitzer. (Der Dacia Logan hat in Basisausstattung noch nicht mal 'ne Radiovorrüstung, da ist der Einbau besonders teuer. Ach, wenn es doch noch diese Stecker gäbe wie 1970, die die Benutzung normaler Kofferradios in Autos gestatteten - wie Ziegelsteine hingen die dann z. B. unterm VW-Käfer-Armaturenbrett - das wär billiger, aber das wird ja nicht mehr angeboten ...)
Na ja - weil ich so nett war, ein neues Auto zu kaufen, wurden die 1700 Euro kulanterweise in 1000 Euro abgemildert. Aber ärgerlich ist und bleibt es, und die restlichen Monate muß ich den Wagen wirklich wie ein rohes Ei behandeln. Und ein Fazit bleibt: NIE WIEDER LEASING! Eigener Herd ist wirklich Goldes wert, auch beim Autofahren.

Während ich mit dem Autoverkäufer im Büro saß, wurde der zweieinhalb Jahre alte dunkelblaue Leasing-Stufenheck-Dacia überaus kritisch gemustert - mit dem Effekt, daß ich eigentlich 1700 Euro hätte nachzahlen müssen: Wegen Überkilometern (300 Euro), aber vor allem wegen Nachlackierens (1400 Euro). Meine Garagenauffahrt ist nun mal von Heckenrosen und Brombeeren gesäumt, freche Nachbarsbuben mit kratzigen Schlüsseln gibt's auch, beim Einladen von IKEA-Regalen hatte ich mir mal eine hintere Seitenscheibe zerdeppert, und der harte gewerbliche Betrieb mit schweren Paketen (und manchmal auch mit Gartenabfällen, die zum Häckselplatz gefahren werden wollten) ging auch nicht ohne Spuren an dem Wagen vorbei. Wäre es mein eigener, würde kein Hahn danach krähen - aber es ist nun mal ein Leasingwagen.
170 Euro Leasingrate im Monat - voll steuerlich absetzbar (wenn man den »Privatanteil« mal außen vor läßt). Na toll. Das reduziert dann die tatsächliche Belastung auf vielleicht 120, 130 Euro - aber wenn ich den Neuen 100 Monate lang fahre, habe ich einen Wertverlust von vielleicht 90 Euro pro Monat. Und im Gegenzug für die tolle Steuervergünstigung habe ich jetzt das Vergnügen, 10 Leasing-Monatsraten an Nachzahlung zu leisten, weil ich mit dem Wagen nicht wie mit einem rohen Ei umgegangen bin. Und dabei hatte ich sogar noch ein Radio einbauen lassen - Mehrwert für den künftigen Besitzer. (Der Dacia Logan hat in Basisausstattung noch nicht mal 'ne Radiovorrüstung, da ist der Einbau besonders teuer. Ach, wenn es doch noch diese Stecker gäbe wie 1970, die die Benutzung normaler Kofferradios in Autos gestatteten - wie Ziegelsteine hingen die dann z. B. unterm VW-Käfer-Armaturenbrett - das wär billiger, aber das wird ja nicht mehr angeboten ...)
Na ja - weil ich so nett war, ein neues Auto zu kaufen, wurden die 1700 Euro kulanterweise in 1000 Euro abgemildert. Aber ärgerlich ist und bleibt es, und die restlichen Monate muß ich den Wagen wirklich wie ein rohes Ei behandeln. Und ein Fazit bleibt: NIE WIEDER LEASING! Eigener Herd ist wirklich Goldes wert, auch beim Autofahren.
»Perverse Veranlagungen«
»Die einzige perverse Veranlagung, die ich kenne, stammt vom Finanzamt« - stimmt. Ich weiß nicht mehr, wer das gesagt hat, aber es stimmt. Vor zwei Wochen hab ich jetzt die Steuererklärung abgegeben, aber immer noch erbost mich, was ich schon hier (unten auf der Seite) anprangerte: Daß man in der Anlage EÜR (Einnahmeüberschußrechnung) x Sachen auftröseln soll, die in der Besteuerung keinen Unterschied machen - aber x Stunden zusätzliche Arbeit bescheren. Bislang weigere ich mich noch, einen Steuerberater zu Rate zu ziehen - kostet viel, und außerdem finde ich, wenn ein Steuerberater nötig wird, dann ist es einfach zu kompliziert. Steuererklärung auf einem Bierdeckel, das wär's doch. Na gut: Für Selbständige ZWEI Bierdeckel ... Und so warte ich denn auf den alljährlichen Meckerbrief vom Finanzamt, genau wie auf den von der Gemeinde (»Ihre Sträucher wachsen in die Straße rein!«) ...
1.6.09
Blaswettbewerbe und Schwermetall aus Milwaukee
Schön waren die ersten Tage und Wochen mit der Harley ...

(endlich hab ich mal ein Bild erwischt, das die »Road King« in Blau zeigt - wie meine)
Am 23. und 24. Mai war dann das Bücherfest in Tübingen. Der Literaten- und Journalistenstammtisch »Unser Huhn« veranstaltete wieder einmal eine satirische Stadtführung, eine reine Juxveranstaltung: Wir ließen die Leute z. B. an öden Plätzen aussteigen und demonstrierten ihnen die Schönheiten der Architektur, untermalt von pseudogelehrten Worten.
So groß war der Andrang in den Bus, daß ich inmitten von Fahrrädern gar keinen Platz mehr für meine Harley fand. Einmal hektisch um den Block, auf einem Gehweg ganz dicht an einer Hausmauer geparkt, nach rechts konnte ich mich nicht abstützen - und auf einmal gewannen 340 kg Schwermetall aus Milwaukee das Übergewicht über meine linke Wadenmuskulatur ...
Der Sturzbügel bewährte sich; meinem Unterschenkel und der Maschine waren nicht das geringste passiert - und zum Glück fanden sich auch noch zwei sichtlich motorradbegeisterte Passanten, die mir halfen, den Reisedampfer wiederaufzurichten. Fast wäre der Stadtführungsbus ohne mich abgefahren, ich war ja bei der Veranstaltung eh nur Statist ...
Trost findet man(n) bei allerlei Kuriositäten wie diesem japanischen Penis-Festival oder diesen anmutigen und lustigen, echt süßen Blas-Wettbewerb. Irgendwo sah ich auch mal ein Video, in dem sich korrekt gekleidete japanische Schülerinnen (richtig mit Schuluniform und Faltenrock!) gegenseitig mit wachsender Härte ohrfeigten, um ihre Grenzen auszutesten. Nun, was soll man sich darüber wundern bei einem Land, in dem man(n) sich am Automaten getragene Schulmädchenslips ziehen kann ...
Ich wünsche meiner Leserschaft angenehme Rest-Pfingsten - auf ein Wiedersehen in alter Frische!

(endlich hab ich mal ein Bild erwischt, das die »Road King« in Blau zeigt - wie meine)
Am 23. und 24. Mai war dann das Bücherfest in Tübingen. Der Literaten- und Journalistenstammtisch »Unser Huhn« veranstaltete wieder einmal eine satirische Stadtführung, eine reine Juxveranstaltung: Wir ließen die Leute z. B. an öden Plätzen aussteigen und demonstrierten ihnen die Schönheiten der Architektur, untermalt von pseudogelehrten Worten.
So groß war der Andrang in den Bus, daß ich inmitten von Fahrrädern gar keinen Platz mehr für meine Harley fand. Einmal hektisch um den Block, auf einem Gehweg ganz dicht an einer Hausmauer geparkt, nach rechts konnte ich mich nicht abstützen - und auf einmal gewannen 340 kg Schwermetall aus Milwaukee das Übergewicht über meine linke Wadenmuskulatur ...
Der Sturzbügel bewährte sich; meinem Unterschenkel und der Maschine waren nicht das geringste passiert - und zum Glück fanden sich auch noch zwei sichtlich motorradbegeisterte Passanten, die mir halfen, den Reisedampfer wiederaufzurichten. Fast wäre der Stadtführungsbus ohne mich abgefahren, ich war ja bei der Veranstaltung eh nur Statist ...
Trost findet man(n) bei allerlei Kuriositäten wie diesem japanischen Penis-Festival oder diesen anmutigen und lustigen, echt süßen Blas-Wettbewerb. Irgendwo sah ich auch mal ein Video, in dem sich korrekt gekleidete japanische Schülerinnen (richtig mit Schuluniform und Faltenrock!) gegenseitig mit wachsender Härte ohrfeigten, um ihre Grenzen auszutesten. Nun, was soll man sich darüber wundern bei einem Land, in dem man(n) sich am Automaten getragene Schulmädchenslips ziehen kann ...
Ich wünsche meiner Leserschaft angenehme Rest-Pfingsten - auf ein Wiedersehen in alter Frische!
CaroLines gewürdigt
Auch die »CaroLines« würdigen die SCHLAGZEILEN 103:
Paperback, 180 Seiten, Farbe, DIN-A 4
Noch warm aus dem Druck kam grad das lang erwartete Buch des bekannten österreichischen Duos Caroline Klima und Ronald Putzker auf den Markt. Die beiden sind nicht zuletzt durch ihre regelmäßige »Daemonia«-Serie in den SCHLAGZEILEN ein Begriff. Das Buch »CaroLines – Ansichten einer gestrengen Herrin« bietet weit mehr. Im Stil von kurzen Fotostorys erzählt die Autorin aus ihrem Alltag als dominante Frau und Herrin, erläutert mit einem Augenzwinkern, wie man Sklaven richtig erzieht und seinen Spaß an ihnen und mit ihnen hat. 56 Kolumnen und Fotogeschichten, die in der SM-Szene Geschichte schrieben.
CaroLines – das sind die Zeilen von Caroline Klimas gestrengem Alter Ego mit dem großen L in der Mitte. Schon seit Jahren veröffentlicht Caroline auf der Webseite http://www.evolver.at/carolines/caro.html Texte und Bildgeschichten, die jetzt in dem Buch endlich nicht mehr nur virtuell, sondern gedruckt vorliegen.
Ein vergnügliches Geschenk für Herrinnen und ihre Geschöpfe.
Matthias
Paperback, 180 Seiten, Farbe, DIN-A 4
Noch warm aus dem Druck kam grad das lang erwartete Buch des bekannten österreichischen Duos Caroline Klima und Ronald Putzker auf den Markt. Die beiden sind nicht zuletzt durch ihre regelmäßige »Daemonia«-Serie in den SCHLAGZEILEN ein Begriff. Das Buch »CaroLines – Ansichten einer gestrengen Herrin« bietet weit mehr. Im Stil von kurzen Fotostorys erzählt die Autorin aus ihrem Alltag als dominante Frau und Herrin, erläutert mit einem Augenzwinkern, wie man Sklaven richtig erzieht und seinen Spaß an ihnen und mit ihnen hat. 56 Kolumnen und Fotogeschichten, die in der SM-Szene Geschichte schrieben.
CaroLines – das sind die Zeilen von Caroline Klimas gestrengem Alter Ego mit dem großen L in der Mitte. Schon seit Jahren veröffentlicht Caroline auf der Webseite http://www.evolver.at/carolines/caro.html Texte und Bildgeschichten, die jetzt in dem Buch endlich nicht mehr nur virtuell, sondern gedruckt vorliegen.
Ein vergnügliches Geschenk für Herrinnen und ihre Geschöpfe.
Matthias
»Wer jünger liebt, hat länger was davon«
Seien Sie doch mal ehrlich, lieber Leser: Haben Sie sich nicht auch schon kopfschüttelnd abgewendet, wenn mächtige alte Männer sich erheblich jüngere Geliebte zulegten? Dabei hatten die instinktiv den richtigen Riecher, denn laut FAZ belegt eine neue Studie, daß Männer mit jüngeren Partnerinnen länger leben, länger Spaß haben am Leben, gesünder sind, vitaler sind, mehr Kinder haben. Für den umgekehrten Fall (ältere Frau, jüngerer Mann) gilt das hingegen überhaupt nicht, die Frau zieht den Partner noch herunter ;-)
Also genieren Sie sich nicht, seien Sie ruhig »Sugardaddy« - und kümmern Sie sich einfach nicht darum, was Ihre werten Mitmenschen sagen ...
Also genieren Sie sich nicht, seien Sie ruhig »Sugardaddy« - und kümmern Sie sich einfach nicht darum, was Ihre werten Mitmenschen sagen ...
Hymnus auf »Entführt«
Der Titel war mir unheimlich. Wenn er nicht so gut geschrieben gewesen wäre, hätte ich ihn wahrscheinlich abgelehnt. Wer geilt sich auch schon an einem Martyrium wie dem von Elisabeth Fritzl auf? Und wer es doch tut, muß mit der »politisch korrekten« Ablehnung vieler SMer leben: »Das ist doch kein SM, das ist doch vollkommen nonkonsensuell, überhaupt nicht einvernehmlich!«
Ich entwickelte mit dem gepeinigten Helden einen Haß auf die Peiniger, ich litt mit ihm, wünschte, daß er seine Freiheit dauerhaft wiedergewann, ich war froh, als das Buch endlich in der Druckerei war. Und ich hatte ein bißchen Bammel vor der Reaktion der Kritiker. Zu Unrecht offensichtlich:
Einen verdammten Sonnenbrand habe ich mir geholt beim Lesen von »Entführt – die Geschichte einer Abrichtung«! Das passiert nicht oft, dass mich ein Buch so fesselt, dass ich alles um mich herum vergesse.
Der junge Kanadier Rajk studiert in New York Medizin und jobbt nebenbei als Security-Mann in einer Parkgarage, die zu einem Luxusclub gehört. Dort fällt er einem gelangweilten reichen Homosexuellen auf, der ihn gerne für sich gewinnen möchte.
Rajk ist zum einen heterosexuell und zum anderen nicht an Beziehungen interessiert, da er sich völlig auf seine Ausbildung konzentriert.
Zum Verhängnis wird Rajk sein phantastisches Aussehen, denn der verliebte Schwule kann ihn nicht vergessen und beschließt, ihn entführen zu lassen … Es gibt eine Organisation, die darauf spezialisiert ist, reichen gelangweilten Männern (und Frauen) jeden sexuellen Wunsch zu erfüllen, und aus diesem Grund Lustsklaven anbietet, die im wahrsten Sinne des Wortes das sind: Sklaven.
Nichts, was passiert, ist einvernehmlich; eindrucksvoll erlebt der Leser die Vergewaltigungen, Demütigungen und Strafen mit, die Rajk erleiden muss.
Letztendlich wird er nicht nur Lustsklave, sondern auch ein 1A-Hengst (die Sklavenhändler haben für ihre Sklaven Wettbewerbe samt Leistungsurkunden und Jury), der auf Verlangen Frauen schwängert.
Allerdings ergibt er sich nie in sein Schicksal und kämpft gegen seine Herrscher an.
Dem Autor Uli Bendrick gelingt es, die Geschichte stringent zu erzählen, nie verliert er sich in den Handlungssträngen, es entstehen keine Längen, rasant passt sich das Erzähltempo der Geschichte an. [Na, da habe ich ja weise entschieden, als ich ihm zu der etwas kürzeren Fassung riet, trotzdem er sich beklagte: »Aber da fehlt doch dieser spannende Fluchtversuch und jene interessante Bestrafung!«]
(Obwohl die Geschichte auf drei Bücher aufgeteilt ist, handelt es sich nicht um eine Trilogie, sondern um eine längere Geschichte, die in drei Teile gesplittet wurde; warum, weiß wohl allein der Verleger.)[Allerdings: Weil die Druckkosten für einen 500-Seiten-Wälzer immens sind und ich dennoch nicht mit dem Preis entsprechend hochgehen kann.]
Diese Geschichte solltet ihr lesen – ohne Wenn und Aber. Ich verspreche, ihr werdet begeistert sein. Tut euch selber den Gefallen und lest ab dem zweiten Teil nicht mehr den Klappentext, dort wird einfach zuviel verraten.
Zilli« (... in den SCHLAGZEILEN 103: »Entführt!«)
Wenn sich gute Kritiken denn auch in guten Verkaufszahlen niederschlagen/niederschlügen, ist/wäre es ja gut ...
Ich entwickelte mit dem gepeinigten Helden einen Haß auf die Peiniger, ich litt mit ihm, wünschte, daß er seine Freiheit dauerhaft wiedergewann, ich war froh, als das Buch endlich in der Druckerei war. Und ich hatte ein bißchen Bammel vor der Reaktion der Kritiker. Zu Unrecht offensichtlich:
Einen verdammten Sonnenbrand habe ich mir geholt beim Lesen von »Entführt – die Geschichte einer Abrichtung«! Das passiert nicht oft, dass mich ein Buch so fesselt, dass ich alles um mich herum vergesse.
Der junge Kanadier Rajk studiert in New York Medizin und jobbt nebenbei als Security-Mann in einer Parkgarage, die zu einem Luxusclub gehört. Dort fällt er einem gelangweilten reichen Homosexuellen auf, der ihn gerne für sich gewinnen möchte.
Rajk ist zum einen heterosexuell und zum anderen nicht an Beziehungen interessiert, da er sich völlig auf seine Ausbildung konzentriert.
Zum Verhängnis wird Rajk sein phantastisches Aussehen, denn der verliebte Schwule kann ihn nicht vergessen und beschließt, ihn entführen zu lassen … Es gibt eine Organisation, die darauf spezialisiert ist, reichen gelangweilten Männern (und Frauen) jeden sexuellen Wunsch zu erfüllen, und aus diesem Grund Lustsklaven anbietet, die im wahrsten Sinne des Wortes das sind: Sklaven.
Nichts, was passiert, ist einvernehmlich; eindrucksvoll erlebt der Leser die Vergewaltigungen, Demütigungen und Strafen mit, die Rajk erleiden muss.
Letztendlich wird er nicht nur Lustsklave, sondern auch ein 1A-Hengst (die Sklavenhändler haben für ihre Sklaven Wettbewerbe samt Leistungsurkunden und Jury), der auf Verlangen Frauen schwängert.
Allerdings ergibt er sich nie in sein Schicksal und kämpft gegen seine Herrscher an.
Dem Autor Uli Bendrick gelingt es, die Geschichte stringent zu erzählen, nie verliert er sich in den Handlungssträngen, es entstehen keine Längen, rasant passt sich das Erzähltempo der Geschichte an. [Na, da habe ich ja weise entschieden, als ich ihm zu der etwas kürzeren Fassung riet, trotzdem er sich beklagte: »Aber da fehlt doch dieser spannende Fluchtversuch und jene interessante Bestrafung!«]
(Obwohl die Geschichte auf drei Bücher aufgeteilt ist, handelt es sich nicht um eine Trilogie, sondern um eine längere Geschichte, die in drei Teile gesplittet wurde; warum, weiß wohl allein der Verleger.)[Allerdings: Weil die Druckkosten für einen 500-Seiten-Wälzer immens sind und ich dennoch nicht mit dem Preis entsprechend hochgehen kann.]
Diese Geschichte solltet ihr lesen – ohne Wenn und Aber. Ich verspreche, ihr werdet begeistert sein. Tut euch selber den Gefallen und lest ab dem zweiten Teil nicht mehr den Klappentext, dort wird einfach zuviel verraten.
Zilli« (... in den SCHLAGZEILEN 103: »Entführt!«)
Wenn sich gute Kritiken denn auch in guten Verkaufszahlen niederschlagen/niederschlügen, ist/wäre es ja gut ...
20.5.09
Autorengruppe fordert Gleichberechtigung für Männer
Presseerklärung:
Eine Gruppe von Autorinnen und Autoren der aktuell im Psychosozial-Verlag erschienenen Anthologie »Befreiungsbewegung für Männer« ist am 24. und 25. April 2009 in Nierstein zu einem geschlechterpolitischen Seminar zusammengekommen. Dabei ging es um die Frage, wie man auch die Anliegen und Bedürfnisse von Männern einer breiten Öffentlichkeit vermitteln kann, die Politik und Medien bislang einseitig auf die Forderungen von Frauen ausgerichtet haben. Nach Auffassung der Autoren kam es vor allem durch den starken Einfluss der feministischen Lobby zu einer ideologischen Verzerrung in der Geschlechterforschung und der Geschlechterpolitik.
Auf folgende drei Leitsätze konnte sich die Autorengruppe als Grundlage ihrer weiteren Arbeit einigen:
1.) Mann und Frau sind nicht ausschließlich kulturell, sondern auch biologisch geprägt.
2.) Unser Ziel ist Gleichverpflichtung, Gleichbehandlung und gleiche Würde von Mann und Frau. Damit vermeiden wir die Polarisierung, an der der Feminismus gescheitert ist.
3.) Männer und Frauen sind rechtlich gleichgestellt. Dieser Prozess ist abgeschlossen. Eine weitere Benachteiligung von Jungen und Männern schadet nicht nur den Betroffenen, sondern der Gesamtgesellschaft.
Die Autorengruppe plant Aktionen und einen internationalen Kongress auf dem Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen, Künstler, Journalisten und Psychotherapeuten (etc.) aus ihrer Arbeit berichten, die bislang keine Möglichkeiten hatten, ihre Erfahrungen in einen gesellschaftlich förderlichen Dialog einzubringen. Eben einen Dialog, der die Konflikte zwischen Männern und Frauen lösen möchte und nicht wie in den letzten drei Jahrzehnten in die lähmende Polarisierung von Täter und Opfer zu treiben versucht.
Die Teilnehmer der Autorengruppe sind Prof. Gerhard Amendt, Claudia Fischer, Paul-Hermann Gruner, Arne Hoffmann, Beate Kricheldorf, Eckhard Kuhla und Karl-Heinz B. van Lier.
Ihr Ansprechpartner für Journalisten und andere am Thema Interessierte ist Arne Hoffmann. Er ist telefonisch zu erreichen über 06124-721680 und online über die Kontaktmöglichkeit seiner Website www.arnehoffmann.com. Anfragen an andere der genannten Autoren werden zügig weitergeleitet.
Die Herausgeber des Buches »Befreiungsbewegung für Männer«
Paul-Hermann Gruner und Eckhard Kuhla
Darmstadt/Syke, den 12.Mai 2009
Alle Leser dieser Presseerklärung werden herzlich gebeten, sie weiterzuverbreiten, wo immer es geht.
Eine Gruppe von Autorinnen und Autoren der aktuell im Psychosozial-Verlag erschienenen Anthologie »Befreiungsbewegung für Männer« ist am 24. und 25. April 2009 in Nierstein zu einem geschlechterpolitischen Seminar zusammengekommen. Dabei ging es um die Frage, wie man auch die Anliegen und Bedürfnisse von Männern einer breiten Öffentlichkeit vermitteln kann, die Politik und Medien bislang einseitig auf die Forderungen von Frauen ausgerichtet haben. Nach Auffassung der Autoren kam es vor allem durch den starken Einfluss der feministischen Lobby zu einer ideologischen Verzerrung in der Geschlechterforschung und der Geschlechterpolitik.
Auf folgende drei Leitsätze konnte sich die Autorengruppe als Grundlage ihrer weiteren Arbeit einigen:
1.) Mann und Frau sind nicht ausschließlich kulturell, sondern auch biologisch geprägt.
2.) Unser Ziel ist Gleichverpflichtung, Gleichbehandlung und gleiche Würde von Mann und Frau. Damit vermeiden wir die Polarisierung, an der der Feminismus gescheitert ist.
3.) Männer und Frauen sind rechtlich gleichgestellt. Dieser Prozess ist abgeschlossen. Eine weitere Benachteiligung von Jungen und Männern schadet nicht nur den Betroffenen, sondern der Gesamtgesellschaft.
Die Autorengruppe plant Aktionen und einen internationalen Kongress auf dem Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen, Künstler, Journalisten und Psychotherapeuten (etc.) aus ihrer Arbeit berichten, die bislang keine Möglichkeiten hatten, ihre Erfahrungen in einen gesellschaftlich förderlichen Dialog einzubringen. Eben einen Dialog, der die Konflikte zwischen Männern und Frauen lösen möchte und nicht wie in den letzten drei Jahrzehnten in die lähmende Polarisierung von Täter und Opfer zu treiben versucht.
Die Teilnehmer der Autorengruppe sind Prof. Gerhard Amendt, Claudia Fischer, Paul-Hermann Gruner, Arne Hoffmann, Beate Kricheldorf, Eckhard Kuhla und Karl-Heinz B. van Lier.
Ihr Ansprechpartner für Journalisten und andere am Thema Interessierte ist Arne Hoffmann. Er ist telefonisch zu erreichen über 06124-721680 und online über die Kontaktmöglichkeit seiner Website www.arnehoffmann.com. Anfragen an andere der genannten Autoren werden zügig weitergeleitet.
Die Herausgeber des Buches »Befreiungsbewegung für Männer«
Paul-Hermann Gruner und Eckhard Kuhla
Darmstadt/Syke, den 12.Mai 2009
Alle Leser dieser Presseerklärung werden herzlich gebeten, sie weiterzuverbreiten, wo immer es geht.
3.5.09
Walpurgisnacht-Scherze
Die Polizei kündigte an, in der Nacht zum 1. Mai verstärkt kontrollieren zu wollen. Meinen Segen hat sie: Die ewig gleichen blöden Scherze pubertierender Jungs und Mädels mit Klopapier, Rasierschaum und Zahnpasta braucht wirklich keiner mehr. Die ewig gleichen Krawalle in Kreuzberg auch nicht.
Einen besonders fiesen »Walpurgisnacht-Scherz« leistete sich heuer allerdings der Deutschlandfunk: Er schaltete in der Nacht zum 1. Mai das analoge Satellitensignal ab. Seitdem gibt es nur noch Rauschen, wenn ich mit meinem Satellitenschüssel-Fernseher den Deutschlandfunk hören will. Und dabei macht er auch noch Reklame dafür: »Der Deutschlandfunk in perfekter [digitaler] Qualität.« Nur ich höre nichts als Rauschen. Ich hasse Walpurgisnacht-Scherze.
Einen besonders fiesen »Walpurgisnacht-Scherz« leistete sich heuer allerdings der Deutschlandfunk: Er schaltete in der Nacht zum 1. Mai das analoge Satellitensignal ab. Seitdem gibt es nur noch Rauschen, wenn ich mit meinem Satellitenschüssel-Fernseher den Deutschlandfunk hören will. Und dabei macht er auch noch Reklame dafür: »Der Deutschlandfunk in perfekter [digitaler] Qualität.« Nur ich höre nichts als Rauschen. Ich hasse Walpurgisnacht-Scherze.
25.4.09
»PC vernetzen?« - »Onanieren für Profis«!
Zugegeben, oft genug ist Amazon.de eher ein Quell des Ärgers denn der Freude. Warum soll man sich nicht mal freuen, wenn's andersrum läuft: Momentan bringen Eingaben wie »PC vernetzen« oder »Sachbuch« Resultate wie »Analsex« oder »Onanieren für Profis« oder »Sex für Fortgeschrittene«. Die WELT berichtete darüber, vielbesuchte Blogs, Schweizer Zeitungen und auch die BILD:
»Wer bei Deutschlands größtem Online-Händler Amazon in der Suche das Wort ›Sachbuch‹ oder ›Ratgeber‹ eintippt, bekommt sehr merkwürdige Ergebnisse: Gleich unter ›Mein Deutschland‹ von Frank Walter Steinmeier listet Amazon.de Sex-Werke wie ›Onanieren für Profis‹, ›Das Schwanzbuch‹ und ›Prostata Massage‹ auf ...«
So konnte ich von »Onanieren für Profis« ein paar hundert Stück mehr verkaufen :-)
So weit das Wort zum Sonntag - Gruß, Rüdiger
»Wer bei Deutschlands größtem Online-Händler Amazon in der Suche das Wort ›Sachbuch‹ oder ›Ratgeber‹ eintippt, bekommt sehr merkwürdige Ergebnisse: Gleich unter ›Mein Deutschland‹ von Frank Walter Steinmeier listet Amazon.de Sex-Werke wie ›Onanieren für Profis‹, ›Das Schwanzbuch‹ und ›Prostata Massage‹ auf ...«
So konnte ich von »Onanieren für Profis« ein paar hundert Stück mehr verkaufen :-)
So weit das Wort zum Sonntag - Gruß, Rüdiger
»Feuerwerk erotischer Highlights«
Die SCHLAGZEILEN würdigen passionale, »Audienz beim Sonnenkönig«:
Ein schillerndes Feuerwerk erotischer Highlights entzündet passionale für uns.
Die Titelgeschichte »Audienz beim Sonnenkönig« vereint Satire und Liebesgeschichte, Erotik und SM.
Simone schenkt ihrem Dom ein Wochenendseminar, in dem er in »Sex Schritten zum wahren Meister« werden soll. Augenzwinkernd und doch erotisch spielt der Autor mit Klischees und präsentiert den klassischen Dumm-Dom. Dennoch ist die Geschichte nicht albern, sondern überaus erotisch und voll tiefer Gefühle.
Auch schön ist die sehr kurze Geschichte »Niemals«, in der der ewige Zwiespalt zwischen Beziehung mit allem, was dazugehört, und Strenge bzw. Unterwerfung thematisiert wird: Frag mich niemals, ob ich dich liebe ...
Jede der sieben Storys ist anders, überraschend und gut.
Jou, und echt gut ist diese Rezension :-)
Ein schillerndes Feuerwerk erotischer Highlights entzündet passionale für uns.
Die Titelgeschichte »Audienz beim Sonnenkönig« vereint Satire und Liebesgeschichte, Erotik und SM.
Simone schenkt ihrem Dom ein Wochenendseminar, in dem er in »Sex Schritten zum wahren Meister« werden soll. Augenzwinkernd und doch erotisch spielt der Autor mit Klischees und präsentiert den klassischen Dumm-Dom. Dennoch ist die Geschichte nicht albern, sondern überaus erotisch und voll tiefer Gefühle.
Auch schön ist die sehr kurze Geschichte »Niemals«, in der der ewige Zwiespalt zwischen Beziehung mit allem, was dazugehört, und Strenge bzw. Unterwerfung thematisiert wird: Frag mich niemals, ob ich dich liebe ...
Jede der sieben Storys ist anders, überraschend und gut.
Jou, und echt gut ist diese Rezension :-)
21.4.09
»CaroLines« und »Spuren im Schnee«
Der Winter ist vorbei, und seit letzten Samstag liegen hier die ersten 150 Stück des neuen Kurzgeschichtenband von Amara von Stein: »Spuren im Schnee«. 11 Stories überwiegend über die weibliche Hingabe und die männliche Dominanz: »Das Bild«, »Das Kleid«, »Der Thron«, »Die Einladung«, »Die schwarze Hochzeit«, »Spuren im Schnee«, »Die Weinprobe«, »Schwarze Engel«, »Ein Mittagessen«, »Grand Prix de Sadovision« und »Der Hauptgewinn«.
Auf die zweite Neuerscheinung des Monats warte ich noch: Gestern kam der Lkw aus Lettland mit den 1000 Bildbänden »CaroLines - Ansichten einer gestrengen Herrin« noch nicht - dann sollte er heute kommen, sonst müßte ich dooferweise noch einen dritten Tag wie angenagelt zu Hause hocken und warten ... (Daß die das nie genau angeben können! Eingrenzung auf ein paar Stunden genügt ja schon, dann weiß man wenigstens, wann einen die elende Schlepperei der schweren Bände erwartet.)
Offiziell vorgestellt wird der prächtige Bildband am 8. Mai ab 19.30 Uhr auf einer Lesung der Autorin höchstselbst und ihres Haus- und Hoffotografen und Ehemannes Ronnie Putzker im Wiener SMart-Café, Köstlergasse 9. Ich werde wahrscheinlich auch da sein. Mein ursprünglicher Plan, danach noch gleich ein bißchen an die Adria weiterzufahren, hat sich zwar zerschlagen, dazu liegen zu viel Neuerscheinungen an, aber ein bißchen Wien ist ja auch ganz nett. Bis einschließlich der Lesung am 8. Mai gilt für den Band ein Subskriptionspreis von 20 Euro, danach sind 28 zu berappen.
Näheres zu den beiden Neuerscheinungen folgt in kürze.
+++++
Ein weiterer Tag (Mittwoch) verging mit Warten, am Donnerstagmorgen kamen sie dann endlich: 900 kg Bücher auf einer Palette.
Auf die zweite Neuerscheinung des Monats warte ich noch: Gestern kam der Lkw aus Lettland mit den 1000 Bildbänden »CaroLines - Ansichten einer gestrengen Herrin« noch nicht - dann sollte er heute kommen, sonst müßte ich dooferweise noch einen dritten Tag wie angenagelt zu Hause hocken und warten ... (Daß die das nie genau angeben können! Eingrenzung auf ein paar Stunden genügt ja schon, dann weiß man wenigstens, wann einen die elende Schlepperei der schweren Bände erwartet.)
Offiziell vorgestellt wird der prächtige Bildband am 8. Mai ab 19.30 Uhr auf einer Lesung der Autorin höchstselbst und ihres Haus- und Hoffotografen und Ehemannes Ronnie Putzker im Wiener SMart-Café, Köstlergasse 9. Ich werde wahrscheinlich auch da sein. Mein ursprünglicher Plan, danach noch gleich ein bißchen an die Adria weiterzufahren, hat sich zwar zerschlagen, dazu liegen zu viel Neuerscheinungen an, aber ein bißchen Wien ist ja auch ganz nett. Bis einschließlich der Lesung am 8. Mai gilt für den Band ein Subskriptionspreis von 20 Euro, danach sind 28 zu berappen.
Näheres zu den beiden Neuerscheinungen folgt in kürze.
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Ein weiterer Tag (Mittwoch) verging mit Warten, am Donnerstagmorgen kamen sie dann endlich: 900 kg Bücher auf einer Palette.
Rabiate Russin
Als wär's aus einem Buch von mir:
Mann überfällt Friseursalon in einer russischen Provinzstadt, will die Tageseinnahmen rauben, wird aber selbst geraubt: Die kampfsportgestählte Oberfriseuse überwältigt ihn und teilt ihm nach Dienstschluß, als alle Angestellten weg sind, mit, wenn er keine Polizei wolle, müsse er brav mitkommen und gehorchen ... (Wirklich wie in den SM-Klischeegeschichten von der ertappten Ladendiebin, die sich durchnudeln lassen muß, wenn sie keine Polizei will).
Zu Hause bei der Oberfriseuse wird der gescheiterte Räuber mit Plüschhandschellen an die Heizung gekettet, mit Viagra vollgepumpt und drei Tage lang zugeritten:
Das Leben schreibt doch die besten Geschichten.
Mann überfällt Friseursalon in einer russischen Provinzstadt, will die Tageseinnahmen rauben, wird aber selbst geraubt: Die kampfsportgestählte Oberfriseuse überwältigt ihn und teilt ihm nach Dienstschluß, als alle Angestellten weg sind, mit, wenn er keine Polizei wolle, müsse er brav mitkommen und gehorchen ... (Wirklich wie in den SM-Klischeegeschichten von der ertappten Ladendiebin, die sich durchnudeln lassen muß, wenn sie keine Polizei will).
Zu Hause bei der Oberfriseuse wird der gescheiterte Räuber mit Plüschhandschellen an die Heizung gekettet, mit Viagra vollgepumpt und drei Tage lang zugeritten:
Das Leben schreibt doch die besten Geschichten.
20.4.09
3 1/4 Stunden statt eine - unterwegs mit der Bahn
Endlich wollte ich meine Harley abholen, am Dienstag nach Ostern. Bei Limbächer in Filderstadt-Bernhausen südöstlich von Stuttgart stand sie, ca. 50 bis 60 km von Nehren entfernt. Mit dem Auto braucht man bei ruhigem Verkehr keine Stunde, aber das ging ja diesmal nicht, ich wollte ja mit dem neuen Mopped heimfahren. Mit der Bahn fährt man einen Dreiviertelkreis und garantiert 80 bis 90 Kilometer.
Also ging ich um 14 Uhr aus dem Haus und stand gegen 14.15 Uhr auf dem Nehrener Bahnsteig. Die Fahrkarte für gut 13 Euro hatte ich mir schon am Morgen aus dem Automaten gezogen, als ich den Fahrplan studiert hatte; das war unproblematisch gewesen.
Es war 14.19 Uhr - wo war der versprochene Zug? Jetzt erst bemerkte ich einen Anschlag unter dem Fahrplan: Heute und noch drei weitere Tage wird die Bahnlinie hier repariert, es gibt einen Schienenersatzverkehr. Abfahrt 14.32 vor dem Bahnhof.
Also rein in den Bus und ab nach Dußlingen, dort in den Zug nach Tübingen. In Tübingen stand der Zug nach Stuttgart am gegenüberliegenden Bahnsteig, Abfahrt 15.05 Uhr. Doch wenn ich schnell machte und direkt nach Stuttgart wolle, so die Bahnangestellte, die ich fragte, dann könne ich auf Gleis 3 noch den (fünf Minuten früher fahrenden) Interregio erwischen. Ich erwischte ihn. Zwischenhalt nur in Reutlingen - es sei denn ein außerplanmäßiger Halt. Wegen einer Baustelle im Bahnhof Wendlingen. »Bitte nicht aussteigen«, tönte es über den Lautsprecher.
Um 15.50 Uhr war ich in Stuttgart - auch nicht viel schneller als mit dem normalen Eilzug.
Ich weiß nicht, ob ich gleich in Nehren eine Fahrkarte nach Bernhausen hätte lösen können - ich hatte mich mit »Stuttgart Hauptbahnhof« begnügt, und jetzt brauchte ich Fahrplan und Fahrkarte für die Weiterfahrt. Die einst leere Bahnhofshalle war voller Verkaufsbuden für Dinge wie naturreinen Honig, die man als Reisender gar nicht benötigt. Nur Karten des S-Bahn-Netzes waren rar, und der Fahrkartenautomat nahm keine 50-Euro-Noten; andere hatte ich aber keine mehr. Also an einem Stand eine Bierdose gekauft (»Ohne Verkaufsvorgang öffnet sich die Kasse gar nicht mehr!«), Wechselgeld bekommen, Fahrkarte gezogen, nach dem Weg gefragt, raus aus dem Bahnhof, runter in die S-Bahn, mindestens eine Viertelstunde auf die richtige warten, rausfahren bis zur Endstation Filderstadt-Bernhausen und dann noch 15 Minuten bis zu Limbächer wandern. Ankunft: 17.15 Uhr.
Ergebnis: 3 Stunden und 15 Minuten für einen Weg, der mit dem Auto keine Stunde gedauert hätte ... Kosten für die Fahrkarten: rund 17 Euro. Benzingeld wären es um die 4 Euro gewesen. Zugegeben, die »Vollkosten« eines Autos sind natürlich höher, bei dieser Rechnung wäre es ähnlich teuer gewesen wie mit der Bahn. Aber das gilt eben nur für die totale Alternative: nur Auto fahren contra nur Bahn fahren. Für den Gelegenheits-Bahnfahrer hingegen fallen die Fixkosten eines Autos sowieso an, der vergleicht das Benzingeld mit den Kosten der Fahrkarte, und da sieht die Bahn noch älter aus als beim Vergleich der Fahrzeiten ohnehin schon ...
Also ging ich um 14 Uhr aus dem Haus und stand gegen 14.15 Uhr auf dem Nehrener Bahnsteig. Die Fahrkarte für gut 13 Euro hatte ich mir schon am Morgen aus dem Automaten gezogen, als ich den Fahrplan studiert hatte; das war unproblematisch gewesen.
Es war 14.19 Uhr - wo war der versprochene Zug? Jetzt erst bemerkte ich einen Anschlag unter dem Fahrplan: Heute und noch drei weitere Tage wird die Bahnlinie hier repariert, es gibt einen Schienenersatzverkehr. Abfahrt 14.32 vor dem Bahnhof.
Also rein in den Bus und ab nach Dußlingen, dort in den Zug nach Tübingen. In Tübingen stand der Zug nach Stuttgart am gegenüberliegenden Bahnsteig, Abfahrt 15.05 Uhr. Doch wenn ich schnell machte und direkt nach Stuttgart wolle, so die Bahnangestellte, die ich fragte, dann könne ich auf Gleis 3 noch den (fünf Minuten früher fahrenden) Interregio erwischen. Ich erwischte ihn. Zwischenhalt nur in Reutlingen - es sei denn ein außerplanmäßiger Halt. Wegen einer Baustelle im Bahnhof Wendlingen. »Bitte nicht aussteigen«, tönte es über den Lautsprecher.
Um 15.50 Uhr war ich in Stuttgart - auch nicht viel schneller als mit dem normalen Eilzug.
Ich weiß nicht, ob ich gleich in Nehren eine Fahrkarte nach Bernhausen hätte lösen können - ich hatte mich mit »Stuttgart Hauptbahnhof« begnügt, und jetzt brauchte ich Fahrplan und Fahrkarte für die Weiterfahrt. Die einst leere Bahnhofshalle war voller Verkaufsbuden für Dinge wie naturreinen Honig, die man als Reisender gar nicht benötigt. Nur Karten des S-Bahn-Netzes waren rar, und der Fahrkartenautomat nahm keine 50-Euro-Noten; andere hatte ich aber keine mehr. Also an einem Stand eine Bierdose gekauft (»Ohne Verkaufsvorgang öffnet sich die Kasse gar nicht mehr!«), Wechselgeld bekommen, Fahrkarte gezogen, nach dem Weg gefragt, raus aus dem Bahnhof, runter in die S-Bahn, mindestens eine Viertelstunde auf die richtige warten, rausfahren bis zur Endstation Filderstadt-Bernhausen und dann noch 15 Minuten bis zu Limbächer wandern. Ankunft: 17.15 Uhr.
Ergebnis: 3 Stunden und 15 Minuten für einen Weg, der mit dem Auto keine Stunde gedauert hätte ... Kosten für die Fahrkarten: rund 17 Euro. Benzingeld wären es um die 4 Euro gewesen. Zugegeben, die »Vollkosten« eines Autos sind natürlich höher, bei dieser Rechnung wäre es ähnlich teuer gewesen wie mit der Bahn. Aber das gilt eben nur für die totale Alternative: nur Auto fahren contra nur Bahn fahren. Für den Gelegenheits-Bahnfahrer hingegen fallen die Fixkosten eines Autos sowieso an, der vergleicht das Benzingeld mit den Kosten der Fahrkarte, und da sieht die Bahn noch älter aus als beim Vergleich der Fahrzeiten ohnehin schon ...
»Chronik des laufenden Wahnsinns«
... nennt mein Autor Marcel Feige sein in seine Website integriertes Blog, und genau den Eindruck hab ich vom Leben auch immer mehr, neuerdings beim Laufen:
Das Wetter wird frühlingshaft, draußen ist's schöner als auf dem Laufband, es kostet zu viel Zeit, jeden Tag ins Fitneßstudio zu fahren, also hab ich mir mit dem Kilometerzähler des Autos eine rund 4,3 km lange Strecke abgemessen, zuerst über »die Promenade«, einen von Hundefreunden stark frequentierten Wiesenweg mit alten Obstbäumen, dann kreuz und quer durch den Ort, endend in einem Laden, wo man seinen Cappuccino schlürfen und mit Kuchen oder belegten Brötchen frühstücken kann. Auf der »Promenade«, die ich seit vielleicht einem Jahr nicht mehr gesehen hatte, obwohl sie nur wenige hundert Meter von meinem Haus entfernt liegt, fiel es mir auf: die weißen Kästen mit der Aufschrift »Hier werden wertvolle Lebensmittel angebaut«. Bisher kannte ich sie nur von struppigen, landstraßennahen, ungemähten Wiesen eines zehn Kilometer entfernten Dorfes, auf denen alles mögliche Unkraut wuchs, nur keine wertvollen Lebensmittel. Nun hatten sie Nehren erreicht. Man soll die Hundescheiße in Plastiksäckchen einpacken und im weißen Kasten versenken. Zugegeben, hier gibt's viele Hunde, es ist aber noch nie jemand krank geworden, und ich kann mich nicht erinnern, daß die Hundehäufchen in den Obstwiesen jemals gestört hätten. Sie gehören doch auch irgendwie zum Nährstoffkreislauf dazu. Oder will man bald auch den Kühen Windeln umbinden und den Wildtieren und Vögeln? Irgendwie scheint unsere Gesellschaft mittlerweile einen Knall zu haben und im pathologischen Reinlichkeits- und Sicherheitswahn zu leben. Rauchverbote in den Kneipen, Umweltzonen in den Städten, die außer Streß, Kosten und Verdruß nichts bringen, jedenfalls kaum einen meßbaren Effekt für die Umwelt - wo soll das noch enden? Wer weiß, vielleicht wird man in zehn Jahren verhaftet, wenn man es wagt, in der Fußgängerzone einen Furz zu lassen ... (Viele meckern ja auch in Leserbriefen über das angebliche Problem der Hundekacke auf dem Gehweg, als wären wir hier in Paris; dabei muß man hierzulande meilenweit laufen, um vielleicht mal ein Häufchen auf dem Gehweg zu sehen, die haben ja Seltenheitswert.)
Hundekacke und Hygienefimmel ...
Das Wetter wird frühlingshaft, draußen ist's schöner als auf dem Laufband, es kostet zu viel Zeit, jeden Tag ins Fitneßstudio zu fahren, also hab ich mir mit dem Kilometerzähler des Autos eine rund 4,3 km lange Strecke abgemessen, zuerst über »die Promenade«, einen von Hundefreunden stark frequentierten Wiesenweg mit alten Obstbäumen, dann kreuz und quer durch den Ort, endend in einem Laden, wo man seinen Cappuccino schlürfen und mit Kuchen oder belegten Brötchen frühstücken kann. Auf der »Promenade«, die ich seit vielleicht einem Jahr nicht mehr gesehen hatte, obwohl sie nur wenige hundert Meter von meinem Haus entfernt liegt, fiel es mir auf: die weißen Kästen mit der Aufschrift »Hier werden wertvolle Lebensmittel angebaut«. Bisher kannte ich sie nur von struppigen, landstraßennahen, ungemähten Wiesen eines zehn Kilometer entfernten Dorfes, auf denen alles mögliche Unkraut wuchs, nur keine wertvollen Lebensmittel. Nun hatten sie Nehren erreicht. Man soll die Hundescheiße in Plastiksäckchen einpacken und im weißen Kasten versenken. Zugegeben, hier gibt's viele Hunde, es ist aber noch nie jemand krank geworden, und ich kann mich nicht erinnern, daß die Hundehäufchen in den Obstwiesen jemals gestört hätten. Sie gehören doch auch irgendwie zum Nährstoffkreislauf dazu. Oder will man bald auch den Kühen Windeln umbinden und den Wildtieren und Vögeln? Irgendwie scheint unsere Gesellschaft mittlerweile einen Knall zu haben und im pathologischen Reinlichkeits- und Sicherheitswahn zu leben. Rauchverbote in den Kneipen, Umweltzonen in den Städten, die außer Streß, Kosten und Verdruß nichts bringen, jedenfalls kaum einen meßbaren Effekt für die Umwelt - wo soll das noch enden? Wer weiß, vielleicht wird man in zehn Jahren verhaftet, wenn man es wagt, in der Fußgängerzone einen Furz zu lassen ... (Viele meckern ja auch in Leserbriefen über das angebliche Problem der Hundekacke auf dem Gehweg, als wären wir hier in Paris; dabei muß man hierzulande meilenweit laufen, um vielleicht mal ein Häufchen auf dem Gehweg zu sehen, die haben ja Seltenheitswert.)
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